Wir bedauern das Desinteresse von Bundesforschungsministerin Schavan an einem offenen Dialog über die Gentechnikforschung. Immer deutlicher wird, dass der "Runde Tisch" zur Agrogentechnik allein der Akzeptanzbeschaffung dienen soll und die Umweltverbände allenfalls als Feigenblatt dazu geladen sind. Ihr heutiger Ausstieg aus den Gesprächen ist somit zwar traurig, aber nachvollziehbar und konsequent.
Trotz wissenschaftlich fundierter Begründungen wird alles ignoriert, was gentechnikkritisch klingen könnte: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Forschung und Politik lassen sich nicht trennen. Wer wie Schwarz-Gelb auf Biegen und Brechen auf die Agrogentechnik setzt, richtet auch die Forschungsförderung darauf aus, möglichst keine Risiken zu finden.