Schwarz-Gelb treibt Augenwischerei und verkauft die Erhöhung der Mittel für die Jugendfreiwilligendienste um eine Million Euro als Wohltat. Gleichzeitig werden die Mittel für die Freiwilligendienste aller Generationen um zwei Millionen gekürzt. Was die jungen Engagierten an Mitteln mehr erhalten wird in doppeltem Umfang den Älteren genommen, erklärt Ute Kumpf.

 

Schwarz-Gelb treibt Augenwischerei und verkauft die Erhöhung der Mittel für die Jugendfreiwilligendienste um eine Million Euro als Wohltat. Gleichzeitig werden die Mittel für die Freiwilligendienste aller Generationen um zwei Millionen gekürzt. Was die jungen Engagierten an Mitteln mehr erhalten wird in doppeltem Umfang den Älteren genommen. Insgesamt werden damit eine Millionen Euro weniger in politische Maßnahmen für die 23 Millionen Engagierten in Deutschland gesteckt. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte in den Haushaltsberatungen drei Millionen mehr für den Ausbau der Jugendfreiwilligendienste gefordert und Vorschläge für eine Gegenfinanzierung vorgelegt.

 

An den bürgerschaftlich Engagierten zu sparen ist eine Politik mit kurzem Atem. In Zeiten der Krise sind wir mehr denn je auf die Solidarität aller angewiesen. Engagierte in Sportvereinen und Kirchen, in Wohlfahrtsverbänden und Tafeln, in Kultureinrichtungen und unzähligen weiteren freiwilligen Zusammenschlüssen leisten Tag für Tag unschätzbare Dienste für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Freiwilligendienste sind eine innovative Form bürgerschaftlichen Engagements und eröffnen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu einem Engagement. Mit Kürzungen in diesem Bereich werden wichtige Tore geschlossen. Mit den von uns geforderten zusätzlichen Mitteln wollten wir allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Zugang zu einem Jugendfreiwilligendienst ermöglichen. in den Jugendfreiwilligendiensten kommen auf einen Platz zwei bis drei Bewerber.

 

Ehrenamt braucht Hauptamtlichkeit, fördernde Rahmenbedingungen und Netzwerke, in denen es sich entfalten kann. Schwarz-Gelb kürzt auch an dieser Stelle. Erstmals seit über 15 Jahren wird aus Bundesmitteln nicht mehr die Nationale Kontakt und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung der Selbsthilfegruppen in Deutschland (NAKOS) gefördert. In Sachen Infrastruktur zahlt sich jeder investierte Euro um ein Vielfaches zurück. Umgekehrt schaden Kürzungen gerade an dieser Stelle. Sie treffen nicht nur die NAKOS selbst, sondern schwächen auch die unzähligen Selbsthilfegruppen im ganzen Bundesgebiet, für die die Arbeit der NAKOS bislang eine wichtige Plattform dargestellt hat.