Die Streikwelle in Griechenland verdeutlicht, wie angespannt die Lage dort ist. Die Vertreter von CDU, CSU und FDP sollten sich zurückhalten statt sich als Klassenprimus aufzuspielen. Die Griechen wissen selbst am besten, welche Fehler sie in der Vergangenheit gemacht haben. Sie können auf den deutschen Zeigefinger gut verzichten.

 

Die Streikwelle in Griechenland verdeutlicht, wie angespannt die Lage dort ist. Die Vertreter von CDU, CSU und FDP sollten sich zurückhalten statt sich als Klassenprimus aufzuspielen. Die Griechen wissen selbst am besten, welche Fehler sie in der Vergangenheit gemacht haben. Sie können auf den deutschen Zeigefinger gut verzichten.

 

Die Bundesregierung sollte stattdessen endlich ihre Pläne auf den Tischlegen, wie sie die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der EU in Zukunft ausgleichen will. Das griechische Leistungsbilanzdefizit ist auch ein Ergebnis des deutschen Exportüberschusses, der durch übertriebene Lohnzurückhaltung auf Kosten deutscher Beschäftigter und auf Kosten anderer EU-Mitgliedstaaten erzielt wurde. Die europäische Solidarität verbietet es aber, dass einige EU-Staaten auf Kosten anderer prosperieren.

 

Wohlstand in der EU lässt sich auf Dauer nur in einer insgesamt erfolgreichen EU sichern.