Angesichts der steigenden Zahl von Einzelkindern werden Gruppenreisen immer wichtiger für soziales Lernen. Alle Kinder und Jugendliche müssen dabei unabhängig vom  Einkommen der Eltern die Möglichkeit erhalten, durch Reisen wertvolle Erfahrungen  sammeln zu können. Doch noch immer verreisen deutlich weniger Kinder aus einkommensschwachen Familien. Die Zahl geförderter Kinder- und Jugendreisen ist zudem rückläufig. So ist ein zentrales Anliegen der SPD-Fraktion, allen Kindern und Jugendlichen die Chance zu geben, durch Reisen am interkulturellen Austausch teilzuhaben.

Darum fordert die SPD-Fraktion die Bundesregierung in dem  Antrag „Reisen für Kinder und Jugendliche ermöglichen  - Förderung sicherstellen und ‚Aktionsplan Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland‘ weiterentwickeln“  auf, die finanziellen Zuwendungen für den Ausbau von Jugendherbergen, Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätten im Entwurf des Bundeshaushalts 2013 wieder auf das Niveau von 2011, nämlich fünf Millionen Euro, anzuheben. Es muss gewährleistet werden, dass ausreichend  Mittel für neue Vorhaben zur Verfügung stehen.

Bereits im Jahr 2002 hatte die rot-grüne Regierungskoalition den „Aktionsplan zum Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland“ beschlossen. Durch diese Initiative wurde eine  bundesweite Klassifizierung und Zertifizierung von Kinder- und Jugendunterkünften sowie Gruppen- und Reiseleitern entwickelt. Ebenfalls wurden Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich Jugendbegegnungen und pädagogische Kinder- und Jugendreisen gefördert.

Damit die Ziele aus dem Aktionsplan effizient verfolgt werden können, muss eine enge Zusammenarbeit von Bund und Ländern stetig gewährleistet sein. Hierfür muss es eine umfassende Analyse der bisherigen Umsetzung geben. Zudem muss auf die Länder eingewirkt werden, eigene Aktionspläne für den Kinder- und Jugendtourismus zu erstellen und umzusetzen.