Reset-Taste bei der Suche nach Atommüllendlager drücken

Endlager Gorleben (Foto: picture-alliance / dpa)

Stand:
13.06.2012
Arbeitsgruppen:
Arbeitsgruppe des 1. Untersuchungsausschusses (Gorleben), Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Energie
Abgeordnete/r:
Ute Vogt , Dr. Matthias Miersch
Themen:
Umwelt , Energie
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Altmaier soll seriöser suchen als Röttgen

Die SPD-Bundestagsfraktion will bei der Suche nach einem Atommüllendlager die Reset-Taste drücken. Die Sprecherin der Fraktionsarbeitsgruppe zum Gorlebenuntersuchungsausschuss, Ute Vogt, erklärte: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) habe alle Chancen, die Suche nach einem Konsens seriöser anzugehen als sein Amtsvorgänger und Parteifreund Norbert Röttgen.

Sie hofft, dass Altmaier am 13. Juni vor dem Umweltausschuss des Bundestags dazu Stellung nimmt. In einem Brief an Altmaier fordern Vogt und der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Matthias Miersch: "Die Endlagersuche in Deutschland braucht dringend einen Neustart. Wir brauchen eine parlamentarische Befassung."

Bund und Länder haben in den Verhandlungen vereinbart, ab Ende 2014 Standorte für ein Endlager bundesweit oberirdisch zu erkunden. Streitpunkt bleibt nach wie vor, ob und wie Gorleben in das bundesweite Suchverfahren zu integrieren ist. Die SPD will, dass Gorleben keinen Sonderstatus bekommt, sondern wie die anderen  Standorte zu behandeln ist.

Vogt und Miersch hatten sich  bereits mehrfach dafür ausgeprochen, die Erkundung Gorlebens zu stoppen. Da nach allen Erkenntnissen aus der Arbeit des Untersuchungsausschusses, die Entscheidung für Gorleben in den 1980er Jahren rein politisch motiviert war und nicht auf wissenschaftlicher Expertise beruhte.   

Hintergrund

Bundesregierung steuert „Gorleben 21“ an

02.12.2011|Trotz der Ankündigung der Bundesregierung, ein Endlagersuchgesetz auf den Weg bringen zu wollen, erkundet sie in Gorleben munter weiter. In dieser Woche stand Graf von Bernstorff, der seinen Grund und Boden seit über 30 Jahren nicht für die Erkundung frei gibt, dem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort. zum Artikel

Gorleben 1983: Politik überrollte wissenschaftliche Expertisen

20.01.2011|Die heutige schwarz-gelbe Regierung versucht die Manipulationen und Fehler der früheren schwarz-gelben Regierung reinzuwaschen. Das ist eine Missachtung des Untersuchungsauftrages. Doch fest steht schon jetzt: 1983 musste Gorleben einfach her, weil in diesem Teil Deutschlands eine konservative Landes- und Bundesregierung auf wenig Widerstand hoffte. zum Artikel

Gorleben: Echter Dialog statt Enteignungen

10.02.2011|Am 14. Februar 2011 wird Bundesumweltminister Röttgen auf Einladung des Kreistages Lüchow-Dannenberg an einer öffentlichen Kreistagsitzung teilnehmen. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Pseudodialog des Ministers mit den Anwohnern, denn die Fakten wurden zuvor bereits geschaffen.zum Artikel

Röttgen legt „Gorlebenfindungsgesetz“ vor

09.02.2012|Auch der zweite Entwurf aus Röttgens (CDU) Umweltministerium für ein Endlagersuchgesetz ist mangelhaft. Hierzu hat die SPD-Bundestagsfraktion heute ein von ihr beauftragtes Gutachten von Dr. Wolfgang Renneberg vorgestellt. Hauptkritikpunkt ist, dass darin der Standort Gorleben als gesetzt gilt und die Prüfung auf Ausschlusskriterien entfallen soll. Zudem werden die Schutzziele des Atomrechts durch die Schaffung eines neuen allein verantwortlichen Bundesinstituts ausgehebelt. zum Artikel

Untersuchungsausschuss Gorleben

19.07.2010|Mit dem Kabinettsbeschluss vom 13. Juli 1983 hat sich die Bundesregierung unter Helmut Kohl dafür entschieden, den Standort Gorleben als Erkundungsbergwerk zu etablieren. Der Auftrag des am 26. März 2010 im Deutschen Bundestag eingesetzten 1. Untersuchungsausschusses „Gorleben“, ist die Klärung und Offenlegung einer im Raum stehenden politischen Manipulation im Zuge dieser Kabinettentscheidung.zum Artikel

weitere Hintergründe der SPD-Fraktion

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Pressemitteilungen

Atomendlager: Röttgen muss die Erkundung in Gorleben stoppen

  • Ute Vogt

11.11.2011|In der Frage des Atomendlagers spielt Umweltminister Röttgen mal wieder auf Zeit. Statt konkreter Politik findet heute ein Show-Dialog mit einigen Ministerpräsidenten statt. Röttgen muss endlich ein Zeichen setzen und die Erkundungen in Gorleben stoppen, fordert Ute Vogt.zur Pressemitteilung

Aufklärung um Gorleben hat gesellschaftspolitische Relevanz

  • Ute Vogt

13.04.2010|Die Greenpeace-Recherchen belegen die gesellschaftspolitische Not­wen­digkeit des Untersuchungsausschusses „Gorleben“. Außerdem belegen sie die Richtigkeit des An­trages der SPD-Bundestagsfraktion, auf eine Verlängerung des Rahmen­betriebsplans aus dem Jahre 1983 zu verzichten. Die weitere Erkundung ist eine Missachtung des Parlaments, wirft Ute Vogt dem Umweltminister vor.zur Pressemitteilung

„Augen zu und durch – mit Gorleben“ war das Motto der Kohl-Regierung

  • Ute Vogt

09.07.2010|Die Zeugenvernehmung im 1. Untersuchungsausschuss hat die poli­tische Einflussnahme der Kohl-Regierung erneut unter Beweis gestellt. Sowohl August Hanning als auch Wolf von Osten konstatierten, dass ihnen keine andere Wahl blieb als den Standort Gorleben durchzu­drücken, erklärt Ute Vogt.zur Pressemitteilung

CDU-Minister in Niedersachsen wollte Gorleben – Zeuge spricht von „Stoßtrupp-Verfahren“

  • Ute Vogt
  • Sebastian Edathy

09.09.2011|Erneut wurde im Gorleben-Untersuchungsausschuss deutlich, dass die Landesregierung Niedersachsen 1977 als Atomendlager Gorleben unbedingt wollte. Ein damaliger Staatssekretär im Landes-Wirtschaftsminiserium bestätigte das durch seine Aussage. Der Endlagergeologie - also Sicherheitsüberlegungen - als Auswahlkriterium wurde in der damaligen Gesamtbewertung nur knapp 13 Prozent beigemessen, berichten Ute Vogt und Sebastian Edathy. zur Pressemitteilung

CDU-Zeuge bestätigt: Regierung Albrecht war spätestens 1981 Zweifel an Gorleben bekannt

  • Ute Vogt

27.01.2011|Zur heutigen Vernehmung des Zeugen Herrmann Schnipkoweit, im 1. Untersuchungsausschuss „Gorleben“ erklärt die Obfrau der SPD-Bundestagsfraktion Ute Vogt:zur Pressemitteilung

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