Dialogkonferenz der SPD-Bundestagsfraktion

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in dieser Woche mit mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über bessere Teilhabe muslimischer Bürgerinnen und Bürger in Deutschland diskutiert. Die Sozialdemokraten freuen sich über die positive Resonanz, die die Fachkonferenz „Muslime in Deutschland“ mit Vertreterinnen und Vertretern der Verbände und der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor hervorgerufen hat.

Die Diskussion um den Moschee-Dachverband Ditib zeigt, wie wichtig es ist, auf Augenhöhe über die alltägliche Situation von Muslimen in Deutschland zu sprechen: mit ihnen und nicht über sie. Konkrete Probleme müssen angepackt werden.

Die muslimischen Bürgerinnen und Bürger gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Zum weitaus größten Teil leben Muslime in Deutschland friedlich und distanzieren sich von Terror und Gewalt.

Es geht darum, das Grundgesetz als Basis unseres Zusammenlebens für alle anzuerkennen. In der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, bei der politischen Partizipation, aber auch bei der Entwicklung eines in Deutschland geprägten Islam müssen Fortschritte gemacht werden. Kontroversen müssen ausgetragen werden, seien sie innerhalb der Muslime oder auch über ihre Rolle und ihr Verhältnis zur Türkei und anderen Herkunftsstaaten.

Die SPD-Fraktion unterstützt eine Weiterentwicklung des Verbandes Ditib, der der türkischen Religionsbehörde unterstellt ist, damit sich Muslime in Deutschland unabhängiger und selbständig organisieren können.

Kommunales Wahlrecht für hier lebende Ausländer

In der Arbeitswelt werden immer noch häufig Diskriminierungen erlebt, hier müssen wir ansetzen, damit wichtiges Potenzial nicht verloren geht. Die Sozialdemokraten fordern ein kommunales Wahlrecht für hier lebende und verwurzelte Ausländerinnen und Ausländer. Gerade im Stadtteil geht es um sozialen Integration. Der Dialog der Religion und religiöse Bildung tragen entscheidend zu Toleranz und friedlichem Miteinander bei. Und das Zusammenleben im Alltag funktioniert nur, wenn es von gegenseitigem Respekt getragen ist.

Die SPD-Abgeordneten Eva Högl, Kerstin Griese und Uli Grötsch ziehen aus dieser Veranstaltung das Fazit, dass sie regelmäßig zu einem solchen Dialog einladen werden. Der große Gesprächsbedarf auf dieser Konferenz hat gezeigt: Wir brauchen ein neues Miteinander, und die SPD-Bundestagsfraktion will an den konkreten Fragen der Integration und Teilhabe weiter arbeiten. Vielfalt, auch religiöse Vielfalt, ist eine Chance.

Hier finden Sie Fotos von der Veranstaltung: 

 

Dialogkonferenz "Muslime in Deutschland - Wege zu gerechter Teilhabe" am 25.01.2017