Fahrlehrer werden gründlicher ausgebildet

Am 26. Januar hat sich der Bundestag erstmalig mit dem Gesetzentwurf über das Fahrlehrerwesen und zur Änderung anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften (Drs. 18/10937, 18/11706 ) befasst.

Junge Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind am häufigsten Opfer von Verkehrsunfällen. Im Jahr 2014 verunglückten im Straßenverkehr aus dieser Altersgruppe in Deutschland 67.241 junge Männer und Frauen. Deshalb soll das modernisierte Gesetz auch dazu führen, dass vor allem junge Fahranfänger und Fahranfängerinnen von einer besseren Qualität der Fahrschulausbildung profitieren und die Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen erhöht wird.

Dazu wird die pädagogische Überwachung der Fahrschullehrer- und -lehrerinnen bundeseinheitlich geregelt. Künftig werden nicht nur rein formale Kriterien zur Bewertung der Ausbildung herangezogen, sondern es steht auch die fachliche und pädagogische Qualität der Fahrlehrerausbildung im Mittelpunkt. Die Ausbildung der Fahrlehrer beträgt nun inklusive eines Lehrpraktikums mindestens zwölf Monate. Zudem wird die Zuverlässigkeit für den Fahrlehrerberuf durch die regelmäßige Vorlage eines Führungszeugnisses überprüft. Durch die weiterhin gültige „495-Minuten-Regel“ – Fahrlehrer dürfen pro Tag nicht mehr als 11 praktische Fahrstunden geben – wird auch künftig die Verkehrssicherheit und die Qualität des praktischen Fahrunterrichts garantiert.

Das Gesetz verbessert zudem durch Entbürokratisierung die Situation der Fahrschulen. Das ist besonders wichtig für die Kleinstbetriebe und „Ein-Personen-Unternehmen" unter den Fahrschulen. Zusätzlich sollen Anzeige- und Nachweispflichten überarbeitet werden. Darüber hinaus soll das Gesetz dem drohenden Nachwuchsmangel bei den Fahrlehrern entgegenwirken. Deshalb wurden die Zugangsvoraussetzungen für diesen Beruf geändert.

Das Wichtigste zusammengefasst:

Mit einem neuen Gesetz soll die Aus- und Weiterbildung von Fahrlehrern verbessert werden. Dies soll die Sicherheit junger Autofahrer im Straßenverkehr verbessern, Fahrschulen sollen außerdem durch Entbürokratisierungen entlastet werden.