Ein Debattenbeitrag von Jan Ternig

Ende vergangenen Jahres hat die SPD-Bundestagsfraktion ihre traditionellen Jugendpressestage veranstaltet. In dem Rahmen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, einen Kommentar zum Thema Integration von Flüchtlingen an die Fraktion zu senden. Die besten fünf Beiträge veröffentlicht spdfraktion.de nun.

Seit Beginn dieses Jahres, hauptsächlich jedoch in den letzten drei bis vier Monaten, ist Deutschland das Hauptziel sehr vieler, vor allem aus Syrien und Afghanistan, flüchtender Menschen geworden. Wichtig für die Zukunft dieses Landes ist es jetzt, diese Personen in unserem Land zu integrieren, denn nur dann kann die Flüchtlingsbewegung auch eine große Chance für Deutschland sein.

Zu diesem Zweck ist es allerdings essentiell, dass die ankommenden Menschen schnell und gut integriert werden, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass die aus ihrem Heimatland Vertriebenen sich ghettoisieren und eine eigene Kultur in Deutschland entwickeln. Auch im Hinblick auf die schrecklichen Terroranschläge von Paris muss dies unbedingt verhindert werden, denn bei den Terroristen war es offensichtlich so, dass diese Integration misslang.

Deswegen ist es wichtig, die Flüchtlinge in menschenwürdige Unterkünfte zu bringen. Hierbei wäre es wünschenswert, wenn man schon anerkannte Asylbewerber in Privatwohnungen unterbringen könnte, denn dann könnte die Integration stark erleichtert werden. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass man insbesondere in den Großstädten dafür sorgt, dass für die Asylsuchenden auch genug Wohnraum vorhanden ist. Erstrebenswert wäre es, wenn dabei jeder Einzelne, ob Flüchtling oder Deutscher, seinen Beitrag leisten würde.

Zudem können die ankommenden Menschen dem nicht nur in Deutschland immer stärker zunehmenden demographischen Wandel entgegenwirken. In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele junge Menschen, bis zu 50 Prozent sind unter 25, aus den Krisengebieten zu uns kommen, muss dies als Chance betrachtet werden, denn sie können nach einer guten Ausbildung in den Arbeitsmarkt eintreten und damit auch die Sozialversicherungssysteme in Deutschland stärken. Diesbezüglich muss jedoch von der Politik die Ausbildung gefördert werden. Zuallererst ist eine gute Sprachausbildung gefordert. Darüber hinaus muss die schulische Bildung bis hin zur Berufsausbildung durchgängig möglich sein.

Wie bei jedem Thema gibt es auch bei diesem Kritikpunkte. Einen dieser Kritikpunkte möchte ich in meinen Kommentar aufnehmen: Schon jetzt ist es von immens hoher Bedeutung, dass die in der Europäischen Union ankommenden Menschen umgehend registriert werden. Für das Funktionieren einer Demokratie ist es wichtig, dass insbesondere die Sicherheitsbehörden nachvollziehen können, wer sich im Land aufhält.

Wenn die Organisation im Umgang mit den vielen Menschen in der Form funktioniert,  stehen die Wahrscheinlichkeiten gut, dass alle in Deutschland lebenden Menschen von der jetzt scheinbar problematischen Situation profitieren werden. Die Personen, die in ihrer sehr schwierigen Lebenslage zu uns kommen, genau wie die, die seit Jahren in Deutschland leben.