Koalitionsfraktionen wollen technische Bildung stärken

Als Hochtechnologiestandort lebt Deutschland insbesondere von gut ausgebildeten und hochqualifizierten Fachkräften. Damit das Land auch zukünftig über hervorragend qualifizierte Fachkräfte verfügt, setzen sich die Fraktionen von SPD und Union mit einem am Freitag debattierten Antrag (Drs. 18/11164) für eine Ausweitung und Stärkung der MINT-Bildung in Deutschland ein. 

Unter der Abkürzung MINT werden die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammengefasst.

Die Bundesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, insbesondere für den Bereich der dualen Berufsausbildung neue Instrumente zur Gewinnung junger Fachkräfte in MINT-Berufen zu entwickeln. Ein besonderer Fokus soll darauf liegen, den Anteil von Frauen und von jungen Menschen mit Migrationshintergrund für MINT-Berufe zu gewinnen. Zu den MINT-Ausbildungsberufen gehören unter anderem der/die IT-System-Elektroniker/in und der/die Mechatroniker/in für Kältetechnik.

Ebenfalls soll das „Haus der kleinen Forscher“ weiterhin unterstützt werden, Angebote zur informatischen Bildung und Medienkompetenz bereitzustellen. Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm unterstützt die Stiftung pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten. So können Mädchen und Jungen beispielsweise durch Bildung für nachhaltige Entwicklung Kompetenzen erwerben, um unsere komplexe Welt mit ihren begrenzten Ressourcen zu erforschen, zu verstehen und aktiv im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten.