Zukunftsdialog
Konzeptbasierte Musikförderung für den Bund?
Dienstag, 04.06.2013
Paul-Löbe-Haus (PLH)
| Konrad-Adenauer-Str. 1, 10117 Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
in ihrem Abschlussbericht empfahl die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“, eine Kulturentwicklungskonzeption für den Bund zu erarbeiten. Angesichts der demografischen Entwicklung, der Krise der öffentlichen Finanzen und der Pluralisierung der Kulturinteressen bietet eine additive Kulturpolitik mit ihrer Wachstumslogik keine langfristigen Lösungen. Kulturpolitik sollte in Zukunft konzeptorientierter gestaltet werden und stärker über Ziele und Wirkungen funktionieren, die politisch zu koordinieren sind. Eine solche Vorgehensweise auf der Bundesebene ist, zumindest in dem Umfang, Neuland, anspruchsvoll und sicherlich auch konfliktträchtig.
Dennoch hat die SPD-Bundestagsfraktion einen ersten Schritt getan und begonnen, die Möglichkeiten konzeptorientierter Bundeskulturpolitik am Beispiel der Musikförderung auszuloten. Am Anfang dieser Initiative stand die Große Anfrage „Musikförderung durch den Bund“, die als Bestandsaufnahme aller Förderaktivitäten etliche Anknüpfungspunkte für weitere Überlegungen bot. In der Folge entstand ein Gutachten der SPD-Bundestagsfraktion, in welchem die empirischen Grundlagen einer konzeptorientierten Förderung erarbeitet wurden. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat ein weiteres Gutachten beauftragt, welches konzeptionelle Wege und Verfahren zu einer diskursiv entwickelten Förderkonzeption vorschlägt.
Die Ergebnisse der beiden Gutachten möchten wir Ihnen nun vorstellen. Wir laden Sie herzlich ein, mit zu diskutieren und freuen uns, bei dem anschließenden Empfang mit Ihnen ins Gespräch zu kommen
Siegmund Ehrmann, MdB
Sprecher der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion