O-Ton von Thomas Oppermann

Die CDU hat einen "Integrationsplan" vorgelegt. SPD-Fraktionschef Oppermann zeigt sich offen für Ergänzungen zu den Integrationsvorschlägen der SPD, lehnt aber Lohn-Dumping bei Flüchtlingen ab.

"Es ist gut, dass die Union endlich das Thema Integration entdeckt hat: besser spät als nie.

Malu Dreyer und die SPD-Ministerinnen haben vor über zwei Monaten einen intelligenten Integrationsplan vorgelegt. Wir sind offen für sinnvolle Ergänzungen und erwarten jetzt schnelle Verhandlungen. Es ist schon zu viel Zeit vertan worden.

Für die Integration muss das Prinzip "Fördern und Fordern" gelten. Wir wollen Anreize setzen, damit Integration gelingt. Wer nach drei Jahren Deutsch gelernt hat und eine Ausbildung macht oder Arbeit gefunden hat, sollte ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen.

Es ist dagegen ein Fehler, die Chancen auf einen Job mit Mindestlohn für Deutsche zu erschweren, weil man Billiglöhne für Flüchtlinge erlaubt. Wir sind gegen Lohn-Dumping bei Flüchtlingen.

Der Innenminister muss jetzt dafür sorgen, dass endlich ausreichend Sprach- und Integrationskurse zur Verfügung stehen. Es ist unehrlich, über die Integrationspflichten zu reden und gleichzeitig die Integrationsangebote zu verweigern."