O-Ton von Christine Lambrecht

Anlässlich des Internationalen Frauentags erläutert Christine Lambrecht, was die SPD-Fraktion in der Frauenpolitik durchgesetzt hat - mahnt aber auch Richtung Union an, die weiteren Punkte des Koalitionsvertrages zügig umzusetzen.

„Auch in der Frauen- und Gleichstellungspolitik ist die SPD-Bundestagsfraktion die treibende Kraft in der Koalition. Mit der Einführung der Frauenquote haben wir dafür gesorgt, dass mehr Frauen in Aufsichtsräten und in der Öffentlichen Verwaltung in Führungspositionen kommen. Und mit dem ElterngeldPlus haben wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter verbessert.

Es bleibt jedoch noch etliches zu tun: An der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hat sich in Deutschland nichts geändert. Frauen werden weiterhin häufig trotz gleicher Qualifikation und Tätigkeit bei der Bezahlung schlicht benachteiligt. Wir haben deshalb im Koalitionsvertrag verankert, dass mit einer gesetzlichen Regelung in den Betrieben Transparenz über die Entgeltstrukturen geschaffen werden soll. Nur so ist es möglich, Entgeltdiskriminierungen aufgrund des Geschlechts aufzudecken und zu beseitigen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat hierzu das Gesetz für Lohngerechtigkeit auf den Weg gebracht. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert, dass dieses Gesetz jetzt so schnell wie möglich in die parlamentarische Beratung kommt, damit es zügig in Kraft treten kann.

Viele Frauen werden zudem zum auf Grund von Erziehungspausen im Erwerbsleben abgehängt. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart, ein Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit nach Teilzeittätigkeit einzuführen. Frauen werden dann nicht länger in der Teilzeitfalle sitzen – mit allen negativen Konsequenzen für Altersversorgung und Karrierechancen. Ich begrüße, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hierzu noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen wird.“