Stefan Rebmann, zuständiger Berichterstatter:

Die von den Vereinten Nationen verabschiedete global gültige 2030-Agenda mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen muss innerhalb der kommenden 14 Jahre auch in Deutschland umgesetzt werden. Deutschland muss hier als Vorbild für andere Staaten vorangehen. Hierzu verabschiedet heute der Deutsche Bundestag einen entsprechenden Koalitionsantrag.

„Nach dem Gipfeljahr 2015 ist es jetzt wichtig, mit der konkreten nationalen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu beginnen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) stellen einen Paradigmenwechsel in der Entwicklungszusammenarbeit dar, indem sie die klassische Geber-Nehmer-Struktur zwischen den Entwicklungsländern und den entwickelten Staaten aufbrechen. Im Gegensatz zu den abgelaufenen Millenniumszielen (MDGs) gelten die SDGs für alle Staaten auf der Welt gleichermaßen.

Dieser Paradigmenwechsel war längst überfällig. In einer globalisierten Welt sind Probleme nicht mehr national lösbar, alle müssen in Zukunft an einem Strang ziehen. Deshalb ist es so wichtig, dass auch Deutschland den Arbeitsauftrag, der aus den SDGs folgt, annimmt und als Vorbild voranschreitet. Dabei gilt: Die nationale Umsetzung und das Erreichen der SDGs ist nicht allein Aufgabe der Entwicklungspolitik. Im Gegenteil: In den kommenden 14 Jahren müssen die SDGs in allen Ministerien mitgedacht, bearbeitet und erreicht werden. Für diesen nationalen Umsetzungsprozess werden wir Entwicklungspolitikerinnen und Entwicklungspolitiker weiter werben.“