Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion:

„Wir trauern um Roman Herzog, der im Alter von 82 Jahren gestorben ist.

Roman Herzog war ein herausragender Staatsmann und Jurist, dem es wie wenigen anderen gelang, Mut und Diplomatie zu verbinden.

Sowohl in seiner Zeit als Privatdozent in München als auch in den Jahren als Professor an der Freien Universität Berlin machte er sich einen Namen bis weit über die juristischen Fachkreise hinaus. Diesem Ruf wurde er auch als Vizepräsident und später als Präsident des Bundesverfassungsgerichts gerecht.

Sein gesellschaftspolitisches Gespür stellte Roman Herzog dann vor allem in seiner Amtszeit als Bundespräsident unter Beweis. Von 1994 bis 1999 setzte er sich leidenschaftlich für unser Land und seine freiheitliche Verfassung ein. Ihm gelang es, für Bewährtes einzustehen und gleichzeitig Reformbereitschaft zu demonstrieren. Uns allen in Erinnerung wird seine ‚Ruck-Rede‘ bleiben, mit der er uns zu neuer Reformbereitschaft aufrief.

Menschlich zeichneten ihn vor allem sein Charme und seine Bereitschaft zum klaren Wort aus.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“