Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender:

Der frühe Tod von Klaus Ness hat uns tief erschüttert. Die SPD verliert einen ihrer wirklich bedeutenden Vordenker und Parteistrategen.

„In vieler Hinsicht war er der Herbert Wehner der Brandenburger Sozialdemokratie – manchmal schroff, aber immer mit strategischem und konzeptionellem Weitblick.

Klaus Ness war ein überzeugter Sozialdemokrat, der sich sein politisches Leben lang für gleiche Lebenschancen und eine offene Gesellschaft engagiert hat. Der Kampf gegen den Rechtsextremismus war ihm dabei ein besonderes politisches Anliegen.

Gleich nach der Wende ging der Niedersachse Klaus Ness nach Brandenburg und half mit, die dortige SPD aufzubauen. Er hatte großen Anteil daran, dass die märkische SPD seit 1990 ununterbrochen und erfolgreich regiert. Unvergessen ist der maßgeblich von Klaus Ness geprägte Wahlkampf 2004, als die brandenburgische SPD trotz landesweiter Proteste die Agenda-Reformen erklärte und verteidigte. Die Wählerinnen und Wähler honorierten diese klare Haltung: Die SPD blieb stärkste Kraft im Land.

Klaus Ness war Landesgeschäftsführer, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender. Er hat drei Ministerpräsidenten unterstützt – loyal und umsichtig. In diesen Funktionen und Ämtern halfen ihm nicht nur seine herausragenden analytischen Fähigkeiten. Sondern Klaus Ness hatte auch einen klaren politischen Kompass und konnte Menschen für pragmatische Politik begeistern.  

Er wird sehr fehlen. Der brandenburgischen SPD. Der ostdeutschen SPD. Und der gesamten SPD. Gerade in diesen ernsten Zeiten.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“