Hans-Joachim Schabedoth, zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Wirtschaft und Energie;
Andreas Rimkus, zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur;
Detlev Pilger, zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit:

Die Elektromobilität wird immer wichtiger, wenn es darum geht, Industriearbeitsplätze zu erhalten und die Energiewende auch im Verkehrsbereich zum Erfolg zu führen. Allerdings setzt sich diese Technologie in Deutschland nur langsam durch. In dem heute veröffentlichten Positionspapier bezieht die SPD-Bundestagsfraktion hierzu Stellung und unterbreitet Vorschläge für eine elektromobile Zukunft.

„Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Das ist nicht nur klimapolitisch geboten, sondern auch industriepolitisch überlebensnotwendig. Viele Länder, vor allem so wichtige Märkte wie China und die USA, haben durch gezielte Förderung inzwischen große Fortschritte bei der Elektromobilität erreicht. Wenn die deutsche Autoindustrie ihre Innovationsführerschaft bei dieser Antriebstechnologie der Zukunft behaupten will und die Mobilitäts- und Energiewende mitgestalten möchte, darf sie sich nicht den Rang ablaufen lassen.

Um die Wertschöpfungskette und damit die Arbeitsplätze in der Fahrzeugindustrie in Deutschland zu erhalten, müssen sich Industrie und Politik ihrer gemeinsamen Verantwortung stellen, um die Branche zukunftsfest zu machen. Dafür müssen die Fahrzeuge günstiger, die Reichweiten größer und die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Mittels Kaufprämien für private und steuerlichen Anreizen für gewerbliche Nutzer, gezielter Forschungsförderung und einer Selbstverpflichtung der Hersteller lässt sich das erreichen – wenn zügig gehandelt wird.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Anschluss an die Weltspitze in Sachen alternative Antriebs- und Speichertechnologien nicht verlieren, die Arbeitsplätze in der Automobilbranche nicht riskieren und auch im Verkehrsbereich unserer Verantwortung gerecht werden und unsere Klimaziele erreichen. Das kann aber nur gelingen, wenn wir engagiert und zielgerichtet handeln. Mit unserem Positionspapier wollen wir einen Beitrag zu dieser Debatte leisten und ein starkes Signal an die Bundesregierung und die Automobilindustrie senden.“