Sabine Poschmann, Leiterin der Projektgruppe „#NeueErfolge – Vorsprung durch Innovation“

Wirtschaftliches Handeln muss dem sozialen Fortschritt dienen. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, diskutierte die SPD-Bundestagsfraktion am Donnerstagmorgen mit mehr als hundert Vertretern aus Unternehmen, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Wissenschaft im Deutschen Bundestag. Der Dialog mit Wirtschaft und Gesellschaft ist Grundlage für die Erarbeitung eines Konzeptes für eine „Soziale Innovationspolitik“. Dazu hat eine Projektgruppe das Dialogpapier „Soziale Innovationspolitik – Innovation und gesellschaftlicher Fortschritt“ erarbeitet und hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Die aktuelle Innovationspolitik verfolgt einen Ansatz, der sich hauptsächlich an technischen Neuerungen orientiert. Dieser Ansatz dient sowohl der Förderung der industriellen Produktion als auch der Sicherung des Wirtschaftsstandortes. Zur Lösung gesellschaftlicher Probleme müssen wir diesen Ansatz erweitern. Soziale Fragestellungen sollen zum Ausgangspunkt von Innovationen gemacht werden. So verfolgen beispielsweise soziale Unternehmen im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen neue Ansätze und tragen damit zur Lösung der aktuellen Flüchtlingsproblematik bei.

Die heutige Diskussion hat gezeigt, wie soziale Innovationen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen und wie diese stärker gefördert werden können. Voraussetzung ist ein breites Innovationsverständnis. Die SPD-Bundestagsfraktion wird in einem breiten Diskussionsprozess nach neuen Antworten suchen und dazu mit möglichst vielen Akteuren des Innovationssystems und der Zivilgesellschaft ins Gespräch kommen. Am Ende des Dialogprozesses sollen die Stellungnahmen und Expertisen in ein Konzept für eine Soziale Innovationspolitik einfließen.“