Martin Dörmann, kulturpolitischer Sprecher;
Burkhard Blienert, zuständiger Berichterstatter:

Die Berlinale präsentiert sich wieder als politisches Filmfestival: In diesem Jahr steht das Flüchtlingsthema im Mittelpunkt. Die Filmfestspiele sind ein starker Beitrag für den Filmstandort Deutschland. Die Behauptung des Produktionsstandortes im internationalen Wettbewerb, die Qualitätssicherung des deutschen Films sowie die soziale Sicherung und faire Arbeitsbedingungen der Filmschaffenden sind die zentralen filmpolitischen Anliegen der SPD-Bundestagsfraktion.

„Vorhang auf für die 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Mit der Eröffnungsgala wird die Hauptstadt wieder zum Mittelpunkt der Filmwelt. Das größte Publikumsfilmfestival glänzt mit einer tollen Vielfalt an Filmen, einem spannenden Wettbewerbsprogramm und internationalen Stars. Thematischer Schwerpunkt ist in diesem Jahr die Verunsicherung von Menschen, die aufgrund ihres Flüchtlingsschicksals aus ihren gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen gerissen werden. Festivalleiter Dieter Kosslick bleibt damit dem Markenzeichen der Berlinale treu, ein politisches Festival zu sein.

Keine Frage, die Berlinale ist ein großartiger Beitrag für einen starken Filmstandort Deutschland. Damit wir uns auch als Produktionsstandort im internationalen Wettbewerb nachhaltig behaupten können, haben wir den bisher befristeten Deutschen Filmförderfonds (DFFF) auf Dauer eingerichtet. So stärken wir zugleich den deutschen Film, der auch wieder mit vielen Produktionen auf der Berlinale vertreten ist. Auch die anstehende Novelle des Filmförderungsgesetzes wird die SPD dazu nutzen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit der deutsche Film weiter an Qualität gewinnt.

Bei allem Glamour verlieren wir aber auch nicht aus dem Blick, dass viele Filmschaffende bei uns unter prekären Bedingungen arbeiten. Die SPD wird mit weiteren Initiativen dafür sorgen, die soziale Sicherung und die Einhaltung sozialer Standards bei der Filmproduktion zu verbessern. Denn Roter Teppich, faire Arbeitsbedingungen und faire Honorare gehören für uns zusammen.“