Elvira Drobinski-Weiß, verbraucherpolitische Sprecherin;
Rita Hagl-Kehl, zuständige Berichterstatterin:

Rückstände von Pestiziden finden sich auf Obst, Gemüse, in Milch und in Mehl. Immer mehr Menschen sorgen sich um die gesundheitliche Unbedenklichkeit unserer Lebensmittel. Die SPD-Bundestagsfraktion nimmt diese Sorgen ernst. Der Schutz der Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbraucher steht für uns an erste Stelle.

„Der „Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmittelen“ muss endlich konsequent umgesetzt werden. Hier fehlen bislang zufriedenstellende Ergebnisse. Der überflüssige Einsatz von Pflanzenschutzmitteln muss dabei gänzlich unterbunden werden. Es gibt keinen Grund, Glyphosat bei der Stoppelbehandlung nach der Getreideernte oder vor Aussaat der Folgekultur auf die Felder zu bringen.

Dort, wo ein Verzicht heute noch nicht möglich ist, wird sich die SPD-Bundestagsfraktion für eine Stärkung der Forschung einsetzen, um sichere Alternative zu entwickeln. Fördermittel für Wissenschaft und landwirtschaftliche Beratung sollen im Haushalt künftig gezielt auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgerichtet werden.

Wir brauchen auch endlich eine Gentechnik-Kennzeichnung für Fleisch, Eiern und Milch. Denn der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen trägt entscheidend mit dazu bei, dass weltweit immer mehr Pflanzenschutzmittel gespritzt werden. Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher künftig erkennen, dass Gentechnik-Pflanzen bei der Produktion tierischer Lebensmittel zum Einsatz kommen, können sie dieser landwirtschaftlichen Praxis ganz bewusst die Unterstützung entziehen.“