Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung:

Neue Berechnungen von Schülerzahlen durch Bildungsforscher im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung bestätigen, dass Schulen mehr denn je finanzielle Unterstützung brauchen. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert eine „Nationale Bildungsallianz“.

„Die Prognosen der Bildungsforscher Klaus Klemm und Dirk Zorn in einer neuen Studie für die Bertelsmann-Stiftung sind erschütternd: Die derzeitige offizielle Prognose der Kultusministerkonferenz für 2025 von 7,2 Millionen Schülern ist danach offensichtlich überholt und wird mit 8,3 Millionen Schülern um über eine Million übertroffen, so die Forscher. Grund sei eine steigende Geburtenzahl und eine verstärkte Zuwanderung.

Mehr denn je brauchen Länder und Kommunen deshalb finanzielle Unterstützung vom Bund in der quantitativen und qualitativen Schulentwicklung, wie die SPD-Bundestagsfraktion es seit Jahren fordert. Denn nur mit einer gemeinsamen Anstrengung kann der Engpass an Lehrern und Gebäuden überwunden werden. Die geschätzten Mehrkosten von mindestens 4,7 Milliarden Euro jährlich bis 2030 sind eine große Herausforderung, die ernst genommen werden muss. Jetzt müssen alle Kräfte in einer „Nationalen Bildungsallianz“ gebündelt werden. Dafür müssen alle über ihren Schatten springen und das Kooperationsverbot endlich abschaffen. Die SPD-Bundestagsfraktion steht dafür bereit.“