Merkel hat ihre Koalitionäre nicht im Griff
- Stand:
- 27.08.2012
- Dokument Nummer:
- 889
- Arbeitsgruppen:
- Finanzen
- Abgeordnete/r
- Joachim Poß (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender)
- Themen:
- Europäische Finanzkrise
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Zum offenen Streit in der Regierungskoalition über den weiteren Verbleib Griechenlands in der Eurozone erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:
Die Krise in der Eurozone macht es offensichtlich: Der Koalitionsstreit über das weitere Vorgehen wird nun nicht mehr nur zwischen, sondern auch innerhalb der Regierungsparteien ausgetragen.
Den außenpolitischen Schaden, der Deutschland aus dem Gezänk erwächst, hat Frau Merkel sich selbst zuzuschreiben: Wer nicht mit offenen Karten spielt, der kann auch anderen keine Orientierung bieten.
An der ganzen Misere ändert auch ihr Versuch eines Machtwortes nichts. Bei der Führung der Koalition zeigt die Kanzlerin die selbe Schwäche wie stets in der bisherigen Krise: Sie reagiert zu spät und zu halbherzig. So wird Merkel ihre Koalitionäre nicht in den Griff bekommen.