Martin Rabanus, zuständiger Berichterstatter:

An diesem Donnerstag hat der Deutsche Bundestag erstmals über die Koalitionspläne zur Novellierung des Aufstiegsfortbildungsgesetzes (AFBG) beraten. Kern der Reform sind deutliche Leistungsverbesserungen für die Geförderten bei Unterhalt und die Ausweitung des Kreises der Geförderten auf Bachelorabsolventen sowie die Erhöhung der Freibetragsregelungen.

„Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf machen wir einen wichtigen Schritt für mehr Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. An vielen Stellen wird das Gesetz von 1996 verbessert und so zeitgemäße Förderbedingungen für Weiterbildungswillige in der beruflichen Weiterbildung geschaffen.

Kern der Novelle sind die Anhebung des Zuschussanteils bei Unterhaltsbeitrag und die Erhöhung der Zuschüsse für Prüfung und Meisterstück sowie die Erhöhung der Freibeträge. Dem aktuellen Bedarf wird so entsprochen und der Kreis der Geförderten erweitert. Zudem werden die Familienförderungskomponenten verbessert, der Zugang von Bachelorabsolventen zum AFBG wird geschaffen, sowie die Entbürokratisierung der Antragstellung vorangetrieben.

Für das anstehende parlamentarische Verfahren haben die Koalitionsparteien bereits vereinbart, dass weitere  Leistungsverbesserungen nachvollzogen werden. So soll der Maßnahmebeitrag höher bezuschusst werden, der Zuschussanteil zum Unterhaltsbeitrag erhöht werden und der Belohnungserlass weiter ausgebaut werden. Des Weiteren wollen wir im Parlament den Blick auf kleine Gewerke sowie die Qualitätssicherung der Weiterbildungsmaßnahmen zum Meister, Fachwirt oder Techniker legen.

In den 20 Jahren seit Erlass des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes stellt die Arbeitswelt immer komplexere Anforderungen an die künftigen Fachkräfte. Deshalb wollen wir mit den Verbesserungen beim AFBG den  Meister-, Techniker- und Fachwirtschülern der Zukunft eine an die Lebenswirklichkeit angepasste Förderung bieten. Das ist unser Beitrag zu einer modernen Arbeitsmarktpolitik und unterstützt die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung.“