Karamba Diaby, zuständiger Berichterstatter:

Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat in seiner heutigen Sitzung am 24. Februar 2016 gemeinsam mit Sachverständigen aus der Wissenschaft sowie mit Gewerkschaften und Verbänden das Thema „Bildung in der Einwanderungsgesellschaft“ diskutiert. Es hat sich gezeigt: Die akuten Aufgaben zur Integration der Flüchtlinge, aber auch der Kampf gegen Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen der 2. oder 3. Einwanderergeneration bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund und Ländern. Dafür muss das Kooperationsverbot im Bildungswesen endlich abgeschafft werden.

„Das öffentliche Fachgespräch hat deutlich gezeigt: In Bildungsfragen muss der Bund Länder und Kommunen dauerhaft unterstützen dürfen. Die Integration der Menschen, die zu uns kommen, wird nur gelingen, wenn wir unser Bildungssystem dafür fit machen. Der Großteil der Flüchtlinge ist unter 25 Jahre alt. Sie sollen unsere Kitas und Schulen besuchen und später eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen. Darauf müssen die Bildungseinrichtungen sowie die Lehrkräfte, Erzieher und Sozialarbeiter vorbereitet sein.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb zurecht eine „Nationale Bildungsallianz“. Der Bund muss die Länder und Kommunen dabei unterstützen dürfen, dass es gute Kitas und Schulen gibt, dass flächendeckend Ganztagsangebote zur Verfügung stehen, dass die Plätze in Sprach- und Integrationskursen ausgebaut werden und dass ausreichend Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter an den Schulen arbeiten. Dazu zählt auch, dass wir unsere Lehrkräfte und Sozialarbeiter ordentlich bezahlen. Berufsvorbereitende Maßnahmen zur Integration in die duale Ausbildung und Nachqualifizierungsangebote für bereits beruflich Qualifizierte und deren finanzielle Unterstützung müssen ebenfalls ausgebaut werden.

Denn Bildung und Ausbildung sind die tragenden Säulen für Integration und für soziale und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen, die zu uns kommen. Unsere Investitionen in Bildung von heute zahlen sich für die Menschen und unsere Gesellschaft morgen aus.“