Hilde Mattheis, gesundheitspolitische Sprecherin; 
Burkhard Blienert, zuständiger Berichterstatter:

70 Milliarden Euro werden in Deutschland von Spielern mit Glückspiel umgesetzt. Davon werden alleine 30 Milliarden Euro in Spielautomaten gesteckt. Ein in den letzten Jahren gewachsener Markt entstand im Internet, wo mittlerweile mehr als 20 Milliarden Euro verzockt werden. Eine Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag wurde bisher nicht erreicht, ist aber notwendig.

„Das undurchsichtige und teilweise unregulierte Glücksspieldickicht muss endlich gelichtet werden. Es wird dringend Zeit, dass die Länder entsprechende Regelungen treffen, um insbesondere Internetangeboten, Sportwetten und Café-Kasinos einen Riegel vorzuschieben. Mit der Umsetzung der Novellierung der Spielverordnung durch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Ende 2014 und den schrittweise erfolgenden Regelungen hat der Bund seinerseits das umgesetzt, was möglich war. Nun müssen die Länder ihrer Verpflichtung nachkommen und weitergehende, sinnvolle Maßnahmen eines Glücksspielstaatsvertrags beschließen. Der bisherige Versuch, den Markt mit staatlichen Konzessionen zu regulieren, ist offenkundig gescheitert. Aus Studien ist bekannt, dass insbesondere junge Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren von problematischem und pathologischem Spielverhalten betroffen sind. Nicht zuletzt dieser Zielgruppe muss durch entschlossene Regulierung geholfen werden. Prävention und Aufklärung alleine werden das Problem nicht beheben, eine sinnvolle staatliche Regulierung ist nötig.“