Martin Rabanus, zuständiger Berichterstatter:

Heute vor exakt 30 Jahren – am 15. Juni 1987 – hat der EU-Rat das Austauschprogramm „Erasmus“ auf den Weg gebracht – eine regelrechte Revolution für die Mobilität von Studierenden. Erasmus hat sich über die Zeit zu einer Erfolgsgeschichte gemausert und Europa ist heutzutage ohne das bekannteste EU-Bildungsprogramm nicht mehr wegzudenken.

„ERASMUS+ gilt als Musterbeispiel der europäischen Integration und hat Europa für jeden Einzelnen erlebbar gemacht: Bislang haben neun Millionen Europäerinnen und Europäer von dem Erasmus+-Programm profitiert, bis 2020 sollen weitere vier Millionen Menschen folgen. Daher muss das Erasmus-Nachfolgeprogramm „ERASMUS+“ auch nach 2021 deutlich weiter gestärkt und ausgebaut werden. ERASMUS+ ist derzeit mit einem Budget in Höhe von etwa 14,8 Milliarden Euro für 2014 bis 2020 ausgestattet. Um ein Folgeprogramm von ERASMUS+ auf dem Niveau von 2020 zu etablieren, müsste eine Aufstockung des Gesamtbudgets um rund 40 Prozent erforderlich.

Auch in Zeiten von zunehmendem Nationalismus ist es besonders wichtig, dass wir Bildungs- und Austauschprogramme noch stärker fördern. Studien belegen, dass die ERASMUS+-Teilnehmenden sich stärker zu Europa zugehörig fühlen und sich der gemeinsamen europäischen Werte besser bewusst sind. Um der anhaltenden Europa-Skepsis besser vorzubeugen, muss ERASMUS+ daher für alle jungen Menschen, aber auch für Erwachsene zugunsten lebenslangen Lernens weiter geöffnet werden. Mobilität und Bildung dürfen dabei kein Privileg Weniger bleiben: Menschen aus benachteiligten Verhältnissen müssen bei Erasmus+ künftig noch besser gefördert werden. Dafür setzen wir uns als SPD-Bundestagsfraktion ein.“