Stefan Rebmann, zuständiger Berichterstatter:

Die Ebola-Epidemie in Westafrika wurde von der WHO für beendet erklärt. Jetzt müssen Lehren aus der Epidemie, bei der in den letzten zwei Jahren mehr als 28.000 Menschen erkrankten und über 11.000 Menschen starben, gezogen und die Weichen richtig gestellt werden.

„Es ist erfreulich, dass nach Sierra Leone und Guinea nun auch Liberia für Ebola frei erklärt wurde und die Epidemie in Westafrika somit endlich eingedämmt werden konnte. Wir müssen uns aber vor Augen halten, dass Liberia im Jahr 2015 bereits zwei Mal für Ebola frei erklärt wurde und es trotzdem zu neuen Krankheitsfällen kam.

Um neue Ausbrüche zu verhindern bzw. rechtzeitig zu erkennen, müssen wir weiter wachsam bleiben. Aber vor Allem müssen wir die richtigen Lehren aus den Fehlern im Umgang mit Ebola ziehen. Dazu gehört die Unterstützung der betroffenen Länder beim Aufbau und der Stärkung eines robusten, funktionsfähigen Gesundheitssystems. Qualifiziertes Personal und Krankenstationen müssen zur Verfügung stehen, um im Ernstfall ein rechtzeitiges Erkennen und eine entsprechende Behandlung von Infizierten zu gewährleisten.

Aufklärungskampagnen sind nötig, um die Bevölkerung für Krankheiten wie Ebola und ihre Übertragungswege zu sensibilisieren. Nahrungsmittelsicherheit muss geschaffen werden, um dem Verzehr von Bushmeat vorzubeugen.

Und nicht zuletzt muss im Bereich der Forschung und Entwicklung noch einiges getan werden, um bald einen wirksamen und vor allem für die Bevölkerung erschwinglichen Impfstoff bereitzustellen.“