Elvira Drobinski-Weiß, stellvertretende ernährungspolitische Sprecherin:

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Forderung der Deutschen Ernährungsgesellschaft DGE an die Politik und die Lebensmittelwirtschaft, den hohen Salzgehalt in Fertiglebensmitteln zu reduzieren. Das bestätigt den Bedarf an gesünderen Lebensmittelrezepturen. Der Bundestag hat mit der bereits letztes Jahr beschlossenen Reduktionsstrategie ein Konzept für die Änderung der Rezepte von Lebensmitteln gefordert.

„Der Auftrag an die Bundesregierung, eine Reduktionsstrategie sowohl für Zucker, Fette als auch für Salz in Fertiglebensmitteln zu entwickeln, liegt bereits seit Juni letzten Jahres auf dem Tisch von Bundesminister Christian Schmidt. Für 2016 stehen ihm im Haushalt zwei Millionen Euro zu Forschungszwecken zur Verfügung. Dafür hatte sich die SPD-Bundestagsfraktion in den Haushaltsverhandlungen erfolgreich eingesetzt. Die Einschätzung der DGE zeigt, dass zügig eine auf ernährungs- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen basierte Strategie erarbeitet und umgesetzt werden muss.

Gesündere Rezepturen bilden einen wichtigen Baustein im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten, denn in Fertiglebensmitteln sind oftmals hohe Mengen an Zucker, Salz und Fetten versteckt, und nicht alle Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Zeit und die Muße, beim täglichen Einkauf die Nährwerttabellen auf den Verpackungen zu studieren.“