Detlev Pilger, zuständiger Berichterstatter:

Auf der Athletenvollversammlung am Wochenende in Köln haben die Sportlerinnen und Sportler entschieden, eine neue Athletenvertretung zu gründen. Sie soll ihnen mehr Unabhängigkeit und mehr Professionalisierung ermöglichen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrem Antrag zur Reform der Spitzensportförderung die Unterstützung einer eigenständigen Athletenvertretung gefordert. Die neue Bundesregierung muss diesen Beschluss nun umsetzen.

„Die olympischen, paralympischen und nicht-olympischen Athletinnen und Athleten sind die entscheidenden Akteure im Sport. Mit der Gründung einer eigenständigen Athletenvertretung ‚Athleten Deutschland‘ haben sie nun die Möglichkeit ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe zu begegnen. Dabei soll das neu geschaffene Instrument keine Konfrontationen mit dem DOSB suchen, sondern Brücken zwischen den Sportlern und den Funktionären bauen.

Mit einer eigenständigen Vertretung erhoffen sich die Athletinnen und Athleten eine größere Unabhängigkeit sowie eine bessere Professionalisierung. Die Vergangenheit zeigt, dass große Herausforderungen wie der Kampf gegen Doping oder die Reform der Spitzensportförderung von ehrenamtlichen Sportlerinnen und Sportler nicht im notwendigen Umfang zu begleiten sind.

Daher soll nun die Geschäftsstelle der Athletenvertretung mit drei hauptamtlichen Mitarbeitern ausgestattet werden, um sich genau mit solchen Themen zu befassen und sich innerhalb der Gremien im Sport zu positionieren. Die neue Bundesregierung ist aufgefordert diese Vertretung entsprechend des Beschlusses des Deutschen Bundestages zu unterstützen.“