Carsten Träger, zuständiger Berichterstatter:

Der 3. März ist der internationale Tag des Artenschutzes. Neben der Biotopzerstörung durch nicht-nachhaltige Nutzung ist der internationale illegale Wildtierhandel die größte Gefahr für die Artenvielfalt. Doch auch in Deutschland gibt es viel zu tun.

„Die Artenvielfalt in Deutschland leidet. Insbesondere der Flächenverbrauch und die intensive Landwirtschaft bedrohen zahlreiche Pflanzen und Tierarten. Täglich werden in Deutschland rund 66 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. So gehen unzerschnittene Landschaftsräume verloren, die wichtig für den Biotopverbund sind. Wir müssen unbedingt an unserem Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie festhalten, bis 2030 weniger als 30 Hektar pro Tag zu verbrauchen.

Daher setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion für eine nachhaltige boden-, natur- und gewässerschützende Landwirtschaft ein und unterstützt maßgeblich die Landwirte, die sich besonders für den Schutz des Klimas, der Umwelt und der Arten einsetzen.

Auch der Handlungsdruck in Sachen Wildtierschutz ist groß. Der illegale Wildtierhandel, insbesondere mit Nashorn und Elfenbein ist zu einer Überlebensfrage von Nashörnern und Elefanten geworden. Deutschland unterstützt daher mit drei Millionen Euro jährlich internationale Programme zum Schutz von Elefanten und Nashörnern.

Auch in Deutschland hat sich die wachsende Nachfrage nach Wildtieren zum Teil problematisch entwickelt. Dies zeigt sich beispielsweise anhand der unhaltbaren Zustände auf manchen Wildtier-Börsen oder bei Unfällen mit gefährlichen Wildtieren.

In Deutschland setzen wir uns deshalb für strengere Regeln für Tierbörsen, ein bundeseinheitliches Konzept für einen Sachkundenachweis zur artgerechten Haltung von Wildtieren und eine Reglementierung des Internethandels mit Wildtieren ein.“