Arbeitsgruppe Gesundheit
Für die meisten Menschen ist Gesundheit das höchste Gut. In Deutschland wurden im Jahr 2009 laut Statistischem Bundesamt über 275 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das sind mehr als 11 Prozent des Bruttosozialproduktes. Deshalb spielt die Gesundheitsversorgung für den Lebensalltag der Menschen aber auch als wachsender Teil unserer Volkswirtschaft und des Arbeitsmarktes eine wichtige Rolle.
Unser Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Es werden zunehmend ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten medizinisch und pflegerisch zu versorgen sein. Gleichzeitig steigt das durchschnittliche Alter der Ärztinnen und Ärzte und des Pflegepersonals. Auch die Zahl der Ein-Personen-Haushalte wird wachsen, was neue Aufgaben insbesondere im Bereich der professionellen pflegerischen und hausärztlichen Versorgung bedeutet.
Und der medizinisch-technische Fortschritt wird die Entwicklung von zum Teil hochteuren neuen Technologien für Diagnostik und Therapie ermöglichen.
Die SPD Bundestagsfraktion sieht ein gut entwickeltes und leistungsfähiges System der Gesundheitsversorgung als wichtigen Teil einer öffentlichen Infrastruktur und Daseinsfürsorge. Gerade für ländliche und strukturschwache Regionen, die besonders unter Abwanderung und damit einer Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung leiden, ist eine umfassende medizinische Versorgung ein zentraler Faktor für die Lebensqualität.
Die SPD-Bundestagsfraktion tritt mit der Bürgerversicherung dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger die medizinischen Leistungen erhalten, die sie benötigen. Gesundheit darf keine Frage von Einkommen, Vermögen, sozialem Status oder Wohnort sein. Deshalb treten wir dafür ein, dass sich die Beiträge an der finanziellen Leistungsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Die einkommensunabhängige Kopfpauschale von Union und FDP lehnen wir ab. Sie ist zutiefst ungerecht und schafft eine drei-Klassenmedizin.
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Pflege der Zukunft
Rede-Beitrag: Holger Ortel


