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08.09.10 - 1172 

Markt für Sportwetten schnell neu regeln


AG Wirtschaft und Technologie

Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Unzulässigkeit des staatlichen Monopols auf Sportwetten in Deutschland erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Garrelt Duin:

Das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) räumt auf mit der Fehleinschätzung, staatliche Sportwetten seien weniger suchtgefährdend als die Angebote privater Anbieter. Das ist gut so. Der Staat kann nicht das Monopol aufrecht erhalten wollen, dann aber mit Blick auf die sprudelnden Einnahmen vor wirksamer Suchtprävention zurückschrecken.

Nun ist es an der Zeit, durch entsprechende gesetzliche Regelungen dafür zu sorgen, dass Sportwetten in Deutschland von staatlichen wie privaten Anbietern zu gleichen Konditionen möglich sind. Wenn Glücksspieler bei Sportwetten ins Ausland abwandern, werden sie davon nicht weniger süchtig, und es hilft auch nicht den Vereinen in Deutschland. Deshalb brauchen wir hier klare Spielregeln, damit Sportförderung und Suchtprävention für alle Wettanbieter, egal ob privat oder staatlich, obligatorisch werden.

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