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25.08.10 - 1120 

Zivildienst-Pläne führen zu Doppelstrukturen


AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zu der aktuellen Diskussion über den Vorschlag der Bundesministerin Schröder, einen freiwilligen Zivildienst einzuführen, erklären die familien- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und ihr Stellvertreter Sönke Rix:

Der Vorschlag der Bundesministerin Schröder, einen freiwilligen Zivildienst einzuführen, ist völlig unausgereift. Die Kritik vieler Verbände, es entstünden Doppelstrukturen, ist berechtigt. Wir sehen auch die Gefahr, dass das Erfolgsmodell Jugendfreiwilligendienste zerstört wird.

Neben die Freiwilligendienste, die seit Jahrzehnten erfolgreich von Trägern organisiert werden, würde ein neuer staatlicher sogenannter freiwilliger Zivildienst treten. Eine solche Parallelstruktur macht keinen Sinn. Die Freiwilligendienste sind bei jungen Frauen und Männern äußerst beliebt, denn auf einen Platz bewerben sich im Durchschnitt drei Jugendliche. Deshalb müssen vor allem die schon bestehenden Freiwilligendienste FSJ und FÖJ ausgebaut werden.

Die SPD setzt schon lange auf die Stärkung des Prinzips der Freiwilligkeit. Wir wollen die Jugendfreiwilligendienste ausbauen und die Platzzahlen erhöhen. Wir fordern, die durch die Einsparungen beim Zivildienst frei werdenden Mittel in die bereits vorhandene Freiwilligendienste-Infrastruktur zu investieren. Einen Antrag mit entsprechenden Vorschlägen haben wir bereits vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht.

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