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24.08.10 - 1116 

Erholung der Wirtschaft weiter festigen


AG Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Zu den Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zur Bestätigung des Statistischen Bundesamtes über die Konjunkturdaten für das zweite Quartal 2010 erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Garrelt Duin:

Fakt ist: Export und Binnenwirtschaft erholen sich. Doch wenn der Bundeswirtschaftsminister von einer Erholung in "voller Breite" spricht, dann sollten auf voller Breite die Alarmglocken schrillen. Ein selbsttragender Aufschwung ist keineswegs ausgemacht. Dass es der Wirtschaft derzeit so gut geht, liegt zum großen Teil an der Wirkung der weltweiten Konjunkturprogramme. Ob diese Erholung nur ein Strohfeuer ist, wird sich erst nach dem Auslaufen etlicher Maßnahmen zum Jahresende zeigen. Erhebliche Risiken bleiben: So ist zum Beispiel das wirtschaftliche Krisenpotenzial in den USA und China nach Ansicht mehrerer führender Ökonomen keineswegs gebannt.

Überstürzter Rückzug aus den Konjunkturprogrammen ist daher nicht angezeigt. Das zeigt auch der Mittelstandsreport 2010 des DIHK: Viele Mittelständler haben nach wie vor Probleme, an Kapital zu kommen   vor allem auch, um jetzt notwendige Investitionen zu tätigen. Der DIHK-Umfrage zufolge haben hier Bürgschaften und Kredite über die KfW vielen Unternehmen geholfen. Wer daraus zu früh aussteigt, der macht den Aufschwung auf voller Breite zunichte.

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