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02.03.10 - 264 

Amflora-Kartoffel mit der Lizenz zum Verschmutzen zugelassen


AG Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Zur EU-Zulassung der genveränderten Industriekartoffel "Amflora" erklärt die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Drobinski-Weiß:

Wir fordern Ministerin Aigner auf, den kommerziellen Anbau von Amflora-Kartoffeln in Deutschland zu untersagen. Trotz gentechnikfreier Alternativen hat die EU-Kommission die genveränderte Industriekartoffel Amflora zugelassen. Das ist schlimm genug, denn damit werden Ablehnung der Verbraucherinnen und Verbraucher ignoriert. Und auch die Bedenken der Weltgesundheitsorganisation und der EU-Arzneimittelbehörde wegen des in der Kartoffel enthaltenen Antibiotika-Resistenzgens werden übergangen.

Ein wirklich starkes Stück ist aber: Die zur industriellen Verwertung entwickelte gentechnisch veränderte Kartoffel darf an Tiere verfüttert werden und sogar bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent in die Lebensmittelkette gelangen. Und dies, ohne zu Lebensmittelzwecken zugelassen zu sein. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen das Vorsorgeprinzip, welches den Schutz von Mensch und Umwelt gewährleisten soll. Die deutsche Delegation hatte ihre Zustimmung zur Zulassung in einer Protokollnotiz vom 16.7.2007 davon abhängig gemacht, dass eine Vermischung mit Lebensmitteln und Futtermitteln verhindert wird. Der Toleranzwert für Verunreinigungen in der Lebensmittelkette zeigt: Eine Vermischung ist offensichtlich nicht zu verhindern.

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