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21.10.09 - 908 

Nanotechnologie – Umweltbundesamt bestätigt SPD-Forderung nach mehr Sicherheitsforschung


AG Bildung und Forschung

Zur Publikation des Hintergrundpapiers zur Nanotechnologie durch das Umweltbundesamt erklärt der stellvertretende bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und zuständige Berichterstatter für Nanotechnologie René Röspel:

Heute hat das Umweltbundesamt (UBA) eine wichtige und fundierte Studie zu technisch hergestellten Nanopartikeln veröffentlicht. In der Studie spricht das UBA unter anderem von möglichen Risiken freier Nanopartikel, deren Wirkungen auf Umwelt und die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind. Darüber hinaus wird ein Produktregister gefordert.

Die SPD begrüßt den Bericht des UBA ausdrücklich. Nanotechnologie birgt große Chancen und Anwendungsmöglichkeiten. Dennoch bestehen bei den Nanopartikeln immer noch große Wissenslücken. Aber nur durch Minimierung der Risiken werden wir die großen Chancen dieser Technologien nutzen können. Aus diesem Grund hat die SPD-Bundestagsfraktion noch innerhalb der Großen Koalition gegenüber der CDU/CSU durchgesetzt, dass bis 2012 mindestens zehn Prozent aller Bundesforschungsmittel, die für Nanotechnologie vorgesehen sind, in die Risikoforschung gehen. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf die freien Partikel im Bereich Produktionssicherheit und Entsorgung gelegt werden. Ein Produktregister haben wir als SPD ebenfalls in unserem Antrag gefordert. All dies war nur gegen erhebliche Widerstände der CDU/CSU möglich.

Die FDP, die jetzt immerhin Regierungsverantwortung übernehmen will, kommentierte diesen Ansatz für mehr Sicherheitsforschung und Transparenz im Handelsblatt als Technikfeindlichkeit. Sich gegen die Erhöhung der Gelder für Risikoforschung auszusprechen - das ist Forschungs- und Verbraucherschutzfeindlichkeit.

Breite Akzeptanz und somit nachhaltigen Erfolg wird diese Technologie nur haben, wenn wir bestehende Unsicherheiten nicht ignorieren, sondern von vorneherein transparent erforschen, um Risiken ausschließen zu können.

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