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16.09.09 - 817 

Damit Frauen oben ankommen: Gleichstellungsgesetz und Aufsichtsratsquote


Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Anlässlich der Veröffentlichung der Studie des Instituts für Unternehmensführung am KIT (Karlsruher Institut für Technologie und der Technischen Universität München) zum Frauenanteil in den Vorstandsetagen deutcher Unternehmen erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christel Humme:

Der Frauenanteil in deutschen Vorständen hat in den vergangenen zehn Jahren von 1,2 Prozent auf lächerliche 2,4 Prozent zugenommen, wobei es seit 2005 sogar wieder abwärts geht. Der Frauenanteil in Aufsichtsräten liegt bei mageren 8,2 Prozent. Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen.

Damit führt uns wieder mal eine Studie vor Augen, dass die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Privatwirtschaft gescheitert ist. Die Wirtschaft hat ihre Chancen, auf freiwilliger Basis endlich für eine gleiche Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben zu sorgen, vertan.

Wer jetzt noch, wie CDU und CSU, weiter auf Freiwilligkeit setzt, führt die Frauen an der Nase herum. Wir kommen nur mit gesetzlichen Regeln voran.

Deshalb wollen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten

  1. mit verbindlichen gesetzlichen Regeln die Privatwirtschaft zu ihrem Glück verhelfen.

    Damit Frauen oben ankommen, bedarf es eines gesetzlichen Rahmens. Das ist gerecht. Denn es kann nicht sein, dass die Hälfte der Bevölkerung bei gleicher Leistung aufgrund des Geschlechts systematisch den Kürzeren zieht. Ökonomisch klug ist es obendrein. Denn Konzerne mit einem besonders hohen Frauenanteil im Topmanagement sind auch spitze beim wirtschaftlichen Erfolg - so eine Studie von McKinsey.

  2. mit einer Quote eine gerechte Besetzung von Aufsichtsräten durchsetzen.

    Wir wollen, dass mindestens 40 Prozent aller Aufsichtsratsmandate von Frauen ausgeübt werden - und das bis 2014. Denn die dortige Männerdominanz ist ein Grund für die schlechteren Karten von Frauen in Unternehmen. Norwegen hat bereits vor Jahren eine solche Quote eingeführt und damit hervorragende Erfahrungen gemacht.

Frauen verdienen mehr als Unverbindlichkeit und programmierten Stillstand. Frauen verdienen Gleichstellung, die den Namen verdient. Und Frauen haben die Wahl.

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