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25.06.09 - 605 

Islamkonferenz unter Beteiligung des Parlaments fortsetzen


Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Anlässlich der abschließenden Sitzung der Deutschen Islamkonferenz erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Fritz Rudolf Körper:

Die Deutsche Islamkonferenz hat einen wichtigen Anstoß zum Dialog der Religionen und Kulturen geleistet. Es ist damit stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt, dass die etwa vier Millionen Muslime ein wesentlicher Teil der Gesellschaft in Deutschland sind.

Die Islamkonferenz ist Teil der Anerkennungskultur, die aber nicht auf symbolische Zusammenkünfte reduziert werden darf. Längst haben wir festgelegt, was Gesellschaft und Staat von den Muslimen erwarten, denn sie sind überwiegend Zugewanderte, in ihrer Mehrheit türkischer Herkunft. Zur Anerkennungskultur gehören aber auch

  • islamischer Religionsunterricht unter Aufsicht der Schulbehörden,

  • die Ausbildung der Imame an deutschen Universitäten,

  • kommunales Wahlrecht für Drittstaatsangehörige und

  • verstärkte Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit.


Die Deutsche Islamkonferenz muss auch in der nächsten Legislaturperiode fortgesetzt werden, dann aber unter Beteiligung von Vertretern aus dem Deutschen Bundestag.

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