07.05.09 - 409
Uneinigkeit der CSU bei der Dopingbekämpfung
AG Sport
Mit verhaltenem Interesse nehmen wir die jüngsten Verlautbarungen der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk (CSU) hinsichtlich eines Anti-Doping-Gesetzes zur Kenntnis. Frau Merk fordert in Interviews - mal wieder - ein eigenständiges Anti-Doping-Gesetz oder auch die uneingeschränkte Strafbarkeit des Besitzes von Dopingsubstanzen und beklagt öffentlichkeitswirksam, dass der von ihr initiierte Gesetzentwurf bislang so wenig Anklang bei deutschen Sportpolitikern gefunden habe.
Wir könnten in Deutschland allerdings schon wesentlich weiter sein, wenn wir in der großen Koalition im Jahr 2007 mit identischen Forderungen nicht an der Unionsfraktion gescheitert wären - auch an den Mitgliedern der CSU-Landesgruppe. Um es klar zu sagen: Wir begrüßen jegliche Unterstützung im Kampf gegen Doping - auch aus Bayern. Aber Frau Merk würde in ihrem Bemühen, den Kampf gegen Doping zu intensivieren, wesentlich glaubwürdiger wirken, wenn sie ihre Positionen zumindest in der CSU mehrheitsfähig machen würde. Wann, Frau Merk, bekommen Sie endlich Unterstützung aus der eigenen Partei? Unsere haben Sie jedenfalls.