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26.03.09 - 282 

Bildung im Alter – Zukunftsthema und Chance zugleich


AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend
AG Bildung und Forschung

Anlässlich der Fachveranstaltung "Alter(n) hat Zukunft - Bildung in der nachberuflichen Phase” erklären der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann sowie die stellvertretende seniorenpolitische Sprecherin Angelika Graf:

Sich mit 70 an der Uni einschreiben, eine Lesepatenschaft übernehmen oder einen Computerkurs an der Volkshochschule belegen: Bildung wird für ältere Menschen zunehmend interessant und wichtig. Bildung in der nachberuflichen Phase ist Zukunftsthema und Chance zugleich.

Der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung sowie ihre Lebenserwartung steigen, außerdem gibt es ein großes Interesse Älterer an Bildungsangeboten. Aber nicht alle Älteren haben regelmäßig Zugang zu solchen Angeboten. Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte nehmen weniger Bildungsangebote wahr als andere Bürgerinnen und Bürger.

Welche Herausforderungen diese Entwicklungen für die Bildung in der nachberuflichen Phase bedeuten, hat die SPD-Bundestagsfraktion mit Expertinnen und Experten diskutiert. Die Veranstaltung hat deutlich gezeigt, dass das Lernen nicht mit dem Berufsleben endet, sondern ein integraler Bestandteil des lebenslangen Lernens ist. Bildung im Alter bedeutet gesellschaftliche Teilhabe und Steigerung der Lebensqualität. Die älteren Generationen haben Anspruch auf eine gleichberechtigte Einbindung in das gesellschaftliche Leben. Dazu zählt auch die Teilhabe an Bildung und Weiterbildung.

Um mehr Menschen bis ins hohe Alter gute Bildungsangebote zu machen, kommt es vor allem darauf an, bewährte Institutionen, wie Hochschulen, Volkshochschulen und andere Bildungsträger, finanziell besser auszustatten. Sie müssen ihre Bildungsangebote stärker altersgerecht ausrichten und sich stärker an den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientieren. Der Austausch zwischen Jung und Alt spielt dabei eine große Rolle. Darüber hinaus fordert die SPD-Bundestagsfraktion mehr Lehrstühle für Seniorenpädagogik an den Hochschulen sowie eine stärkere Beachtung der Altenbildung in der Bildungsforschung.

Die SPD-Bundestagsfraktion sagt auch deutlich: Bildungsangebote müssen für alle zugänglich sein, unabhängig vom Geldbeutel, von der sozialen oder ethnischen Herkunft oder vom Alter. Die SPD steht auch beim Thema Altenbildung für Chancengleichheit.

Die SPD fordert im Hamburger Programm, die humanistisch geprägte und solidarische Gesellschaft aller Generationen nicht durch definierte Lebensphasen voneinander zu trennen. Lernen und Lehren im Alter ist ein Austausch von Erfahrungen, von dem die jungen aber auch die erfahrenen älteren Menschen unseres Landes profitieren können - der gebildete Mensch bleibt ein mündiger Mensch und Staatsbürger, und diesen Anspruch hat er bis ins hohe Lebensalter.

Die SPD-Bundestagsfraktion steht für eine lernende Gesellschaft, die keine Generation ausschließt, sondern durch Wissen und Erfahrungen die Menschen und ihre Ideen vereint.

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