28.01.09 - 76
Dialog mit Zentralrat der Juden intensivieren
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Es ist bedauerlich, dass die Deutschen jüdischen Glaubens nicht an der Gedenkfeier im Deutschen Bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar teilgenommen haben.
Das wieder erstandene jüdische Leben in Deutschland ist von großer Bedeutung und hat für die gesamte Gesellschaft eine hohe Bedeutung. Ich bin mir sicher, damit die Einschätzung der Mitglieder des Deutschen Bundestages wiederzugeben.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sein Fernbleiben mit wachsendem Antisemitismus begründet und damit, dass seine Vertreter in den vergangenen Jahren nicht begrüßt worden waren. Der damalige Präsident des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, wurde im Jahre 2005 ausdrücklich von Bundespräsident Wolfgang Thierse begrüßt.
Das Fernbleiben des Zentralrates sollte uns allen zu denken geben. Der Dialog mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland hat einen sehr hohen Rang. Das gilt immer und muss deshalb auch symbolisch klargestellt bleiben, insbesondere bei der jährlichen Gedenkfeier am 27. Januar. Gemeinsam und sichtbar müssen wir uns damit auch jeglichem Aufflackern von Antisemitismus und Rassismus entgegenstellen.