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18.12.08 - 1008 

Ausbildungsengagement darf auch in der Krise nicht nachlassen


Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Anlässlich der heute veröffentlichten Bilanzzahlen zu den im Ausbildungsjahr 2008 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christel Humme:

Die Bilanzzahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Ausbildungsjahr 2008 erfüllen zwar nicht ganz die ursprünglichen Erwartungen, bestätigen aber die insgesamt immer noch positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt. Mit deutlich über 600.000 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen befindet sich das Ausbildungsangebot 2008 erneut auf hohem Niveau. Erstmals seit langem waren am Ende des Ausbildungsjahres bei der Bundesagentur für Arbeit mehr offene Lehrstellen als Bewerber gemeldet. Das ist ein Erfolg.

Dieses hohe Ausbildungsniveau muss trotz der konjunkturellen Krise unbedingt gehalten und gestärkt werden. Trotz der demografiebedingt sinkenden Nachfrage in den neuen Ländern gibt es insgesamt immer noch eine hohe Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt. Noch immer sind zu viele Altbewerberinnen und Altbewerber, die in den vergangenen Jahren keine Lehrstelle gefunden haben, auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive.

Die Wirtschaft ist gut beraten, auch in kunjunkturell düsteren Zeiten nicht auf Kurzsicht umzuschalten und ihr Interesse an der nachhaltigen Absicherung der Fachkräftebasis nicht aus den Augen zu verlieren. Die Vereinbarungen des Ausbildungspaktes bleiben auch 2009 eine wichtige Messlatte für das Ausbildungsengagement der Betriebe. Zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln gehört auch, die staatlichen Unterstützungsangebote für mehr Ausbildung anzunehmen. Mit dem von der SPD durchgesetzten Ausbildungsbonus unterstützt die Bundesagentur Betriebe bei der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher mit finanziellen und ausbildungsbegleitenden Hilfen. Es wäre fahrlässig, diese Angebote in den Wind zu schlagen.

Mit dem bereits beschlossenen Konjunkturprogramm haben wir außerdem kurzfristige Maßnahmen eingeleitet, um Ausbildung und Beschäftigung zu stärken. Dazu gehört auch die Aufstockung der Zahl der Vermittler bei der Bundesagentur. Für die SPD ist klar, dass auch bei einem zweiten Konjunkturpaket die Sicherung von Bildung, Ausbildung und Beschäftigung im Zentrum stehen muss.

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