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JobPerspektive 

Arbeit für Langzeitarbeitslose

Stand: 17.11.2008

 

JobPerspektive
Arbeit für Langzeitarbeitslose ohne Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt

 
Das Wirtschaftswachstum war in den vergangenen Jahren gut. Die Finanzmarktkriese hinterlässt allerdings erste Schleifspuren. Der Arbeitsmarkt stemmt sich bisher der sich abschwächenden Konjunktur entgegen. Im September 2008 ist die Arbeitslosenzahl von 7,6 auf 7,4 Prozent gesunken. Das sind 463.000 Arbeitslose weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Juli bei 27,4 Millionen– also 586.000 mehr als im Vorjahr. Erfreulich ist auch der überproportionale Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen. Ob dies so weitergeht, ist jedoch alles andere als sicher.

Für eine große Zahl von Langzeitarbeitslosen besteht jedoch unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung aktuell und mittelfristig fast keine Chance auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt, d. h. auf eine ungeförderte Beschäftigung.  Ein heute 55jähriger, der seit 5 Jahren arbeitslos ist und keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, hat kaum eine Chance auf Vermittlung in eine reguläre Beschäftigung. Dieses Problem löst sich nicht von selbst. Auch reichen Individuallösungen nicht aus - dazu ist der Personenkreis zu groß.

Wir Sozialdemokraten können und wollen nicht hinnehmen, dass diese Menschen perspektivlos bis zum Renteneintritt ausharren, sondern wollen vernünftige Angebote schaffen. Wir wollen, dass diese Menschen teilhaben. Wir wollen dass diese Menschen eine Perspektive bekommen. Das ist eine der vordringlichsten Aufgaben für uns. Daher haben wir uns vorgenommen, neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose zu schaffen, die absehbar nicht mit den üblichen Instrumenten in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Solche Arbeitsplätze geben den auf dem Arbeitsmarkt Benachteiligten neue Perspektiven.

Eine vom Bundesarbeitsminister eingesetzte Koalitionsarbeitsgruppe hatte die Aufgabe, vor diesem Hintergrund ein Konzept zu entwickeln, das neue Möglichkeiten für Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen erschließt.

Für uns Sozialdemokraten ist dieses Thema ein Herzensanliegen, dass wir gezielt und hartnäckig vorangetrieben haben. Es ist ein großer Erfolg, dass am Ende eines langen Erarbeitungsprozesses ein fundiertes, systematisch ausgearbeitetes und tragfähiges Konzept steht: Die JobPerspektive. Hierfür haben wir intensiv gestritten.

Anhand der Stadtteilmütter aus Berlin, der Quartiershelfer aus Bielefeld oder der Trebsener Kultur- und Betriebsgesellschaft mbh aus Trebsen und der anderen auf der DVD vorgestellten Beispiele wird deutlich: Ohne innovative Ansätze wie die JobPerspektive werden viele Arbeitslose nicht erreicht. Die Beispiele unterstreichen auch: Kreativität und Engagement vor Ort sind ganz zentral für das Gelingen. Die JobPerspektive muss Chefsache sein. Es gibt nicht die eine Lösung. Es gibt ein ganzes Bündel an Wegen zum Ziel. Gerade die filmische Aufbereitung mach dies besonders anschaulich. Die Filme sollen dazu motivieren, den eigenen Weg vor Ort auszuprobieren und aus Erfolgen zu lernen.

Filme zur Auswahl

Der Trailer, den Sie sich hier ansehen können, gibt eine kurze Einführung in das Thema. Es wird deutlich, warum wir die JobPerspektive brauchen, er zeigt den Handlungsbedarf auf: Es geht darum, Menschen ohne Chance auf eine reguläre Bechäftigung eine neue Perspektive zu geben. Die Projekte werden skizziert. Der Film dauert 4:54 Minuten.

Darüber hinaus können Sie über uns eine DVD beziehen, die neben dem Trailer zwei weitere Filme mit den Titeln "Projekte" und "Der Weg" enthält (siehe Interne Links).

Im Film "Projekte" zeigen drei Regionen, wie die Umsetzung der JobPerspektive vor Ort gelingen kann. Der Film liefert erste Erfahrungsberichte. Die Akteure  kommen zu Wort, ebenso die Arbeitgeber und die neu eingestellten Mitarbeiter – die bisherigen Langzeitarbeitslosen. Der Film dauert 18:58 Minuten.

Der Film "Der Weg" zeigt, warum ein Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik notwendig war. Der Weg zu dem neuen Instrument war nicht einfach. Es galt viele Widerstände zu überwinden. Zugleich ist der Film eine Bilanz über die ersten Monate der  Umsetzung. Wer genau hinschaut, erkennt die Erfolgsfaktoren. Die Projekte werden kurz vorgestellt. Der Film dauert 14:20 Minuten.