19.09.08 - 691
„Ohne Gentechnik“ auf dem Markt
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Mit der neuen "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung haben wir die rechtliche Grundlage dafür, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf gentechnikfreie Erzeugnisse auswählen können und auch bei tierischen Produkten wissen, was sie kaufen. Um die 80 Prozent der Verbraucher lehnen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ab und wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel.
In der heutigen Konferenz wollen wir erste Erfahrungen mit der Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" mit den Herstellern und dem Handel austauschen. Rund 80 Vertreter von Erzeugern, Handel, Futtermittelindustrie, Verbraucherverbänden und Politik kommen aus ganz Deutschland zusammen.
Dabei stellen Erzeuger und Anbieter ihre Aktivitäten vor. So hat sich zum Beispiel in der sogenannten "Spätzle-Connection" eine gesamte Produktionskette - vom Futtermittel über die Eiererzeugung bis zum Endprodukt - zusammengetan, damit Deutschlands zweitgrößter Teigwaren-Hersteller Alb-Gold sämtliche Produkte "Ohne Gentechnik" anbieten kann. Und auch die Supermarktkette "tegut" bietet "Ohne Gentechnik" an.
Es tut sich was auf dem Markt. Zwar sind die großen Anbieter noch zögerlich und beobachten einander: Wer kommt zuerst raus? Aber schon in den kommenden Wochen und Monaten ist mit spannenden Neuigkeiten zu rechnen.
Mit der "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung können Händler und Produzenten ein neues Marktsegment erobern. Und Verbraucher haben endlich die Wahl.
Damit diese Chance stärker genutzt wird, brauchen wir eine "Ohne Gentechnik"-Kampagne, die informiert, Unsicherheiten ausräumt und den teilweise gezielten Fehlinformationen entgegenwirkt. Im Rahmen der Haushaltsberatungen machen wir uns für die Einstellung von Mitteln für eine Informationskampagne stark.