06.05.08 - 325
Energieausweis spart Geld
AG Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Durch die stetig ansteigenden Energiepreise werden Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung immer attraktiver und notwendiger. Die verbindliche Einführung des Energieausweises für Gebäude ab dem 1. Juli 2008 können Hausbesitzer nutzen, um den eigenen Energieverbrauch durch Sanierungsmaßnahmen erheblich zu senken.
Bei idealen Bedingungen lässt sich durch eine gute energetische Gebäudesanierung der Energieverbrauch eines Gebäudes um bis zu 70 Prozent reduzieren. Dies bietet auch für viele Kommunen ein riesiges Potenzial.
Den verpflichtenden Energieausweis gibt es in zwei Varianten - als Bedarfsausweis und als Verbrauchsausweis. Viele Gebäudebesitzer werden in den kommenden Wochen einen Ausweis in Auftrag geben. Dabei ist zu hoffen, dass sich die Gebäudebesitzer für den umfassenderen Bedarfsausweis entscheiden werden und nicht für den einfachen Verbrauchsausweis.
Der Bedarfsausweis ist umfangreicher. Er wird von einem Energieberater nach Untersuchung der Fenster, Wände, Heizungsanlage und so weiter ausgestellt. Zudem enthält er detaillierte Tipps zum energetischen Sanieren des Gebäudes.
Als Basis für den einfachen Verbrauchsausweis werden dagegen nur die Heizkosten der letzten drei Jahre herangezogen. Hierbei hängt die Bewertung des Gebäudes von der individuellen Nutzung des Verbrauchers ab. Damit wird allerdings nicht die energetische Qualität des Gebäudes beurteilt.
Die Mehrkosten für den Bedarfsausweis kann man mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen mehr als ausgleichen. Einige davon, wie die Dämmung der Kellerdecke, zahlen sich schon nach wenigen Jahren aus.
Die Energiepreise werden auch in Zukunft weiter steigen. Nur wenn wir unsere Energie effizienter nutzen und weniger nutzlos verpuffen lassen, können wir die Kostenexplosion eindämmen.
Ich möchte die Mieter ermutigen, sich mit ihren Vermietern in Verbindung zu setzen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden können und beide Parteien davon mittelfristig profitieren.