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Lebenslanges Lernen 

Weiterbildung und Qualifizierung stärken

Stand: 30.05.2008

Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat den Antrag von CDU/CSU und SPD “Rahmenbedingungen für Lebenslanges Lernen verbessern – Weiterbildung und Qualifizierung ausbauen und stärken” am 7. Mai beraten. In seinem Beschluss empfiehlt er, „für Menschen mit Behinderung immer eine barrierefreie und niedrigschwellige Gestaltung des Zugangs zu Weiterbildung“ anzustreben. Der Deutsche Bundestag hat dem Antrag der Koalition in der geänderten Fassung am 29. Mai zugestimmt.

Neue Weiterbildungsallianz schmieden

In ihrem Antrag fordern die Koalitionsfraktionen eine "neue Weiterbildungsallianz" des Bundes mit den Ländern, Sozialpartnern und weiteren verantwortlichen Akteuren. Dadurch erhoffen sie sich eine stärkere Förderung der Weiterbildung. Eine bundesweite Weiterbildungskampagne solle die Bedeutung des lebenslangen Lernens unterstreichen und das Bewusstsein dafür in der Bevölkerung schärfen. Die Fraktionen schlagen außerdem vor, die Weiterbildung als "tragenden Teil des Bildungssystems" zu verankern und zu prüfen, ob sie bundeseinheitlich systematisch gefördert werden kann. Als ein nationales Weiterbildungsziel strebt die Koalition an, bis 2015 eine Beteiligung der Erwerbsbevölkerung von 50 Prozent in der "formalisierten Weiterbildung" und 80 Prozent in allen Lernformen zu erreichen. Deutlich erhöht werden solle die Beteiligung von Geringqualifizierten an allen Formen der Weiterbildung. Stärken wollen die Fraktionen auch die Weiterbildungsforschung. Außerdem solle die Bundesregierung darauf hinwirken, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) die ihr zur Verfügung stehenden Mittel stärker für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung einsetzt. Gleiches gilt für Weiterbildungsmaßnahmen für den Berechtigtenkreis des SGB II (Hartz IV) im Rahmen des Wiedereingliederungstitels.