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Deutschlandfonds für Mitarbeiterbeteiligung 

Eckpunkte vorgelegt

Stand: 27.06.2007

Nur wenige Arbeitnehmer sind in Deutschland an ihren Unternehmen beteiligt. So bieten lediglich 19 Prozent der Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten hierzulande eine Erfolgsbeteiligung. In Frankreich sind es 82 Prozent. Hauptgrund für die geringe Verbreitung von Mitarbeiterbeteiligungen ist der große Verwaltungsaufwand, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
 

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Olaf Scholz, dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Grundlagen für ein SPD-Modell zur Mitarbeiterbeteiligung erarbeitet. Die Lösung heißt „Deutschlandfonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“.

Der Deutschlandfonds soll allen Unternehmen in Deutschland offen stehen, die ihren in Deutschland tätigen Mitarbeitern zusätzlich zum Tariflohn eine freiwillige Beteiligung ermöglichen wollen. Der professionell gemanagte Deutschlandfonds soll ein zusätzliches Angebot an Arbeitnehmer und Unternehmen sein, um den Aufbau von Vermögen in Arbeitnehmerhand zu fördern. Die bisherigen Möglichkeiten zur Mitarbeiterbeteiligung bleiben alle bestehen.
 

Wie funktioniert der Deutschlandfonds?

Mitarbeiter, Unternehmen und Fonds vereinbaren ein Dreiecksgeschäft:

  • Ein Unternehmen ermöglicht seinen Arbeitnehmern eine Mitarbeiterbeteiligung. Es stellt ihnen dafür Mittel zur Verfügung, die nicht vom Lohn- oder Gehalt abgezweigt werden.

  • Die Mitarbeiter des Unternehmens beteiligen sich am Deutschlandfonds. Jeder Mitarbeiter erhält also Anteile an dem Fonds. Sie profitieren von Zinsen und der Wertsteigerung.

  • Der Deutschlandfonds legt die gesammelte Anlagesumme der Mitarbeiter eines Unternehmens in diesem Unternehmen an. Dafür zahlt das Unternehmen Zinsen an den Fonds. Das Geld wird in der Bilanz des Unternehmens wie Eigenkapital behandelt.
     

Einfache Regelungen und breit gestreutes Risiko

Die Arbeitnehmer profitieren von einfachen und leicht verständlichen Regelungen für die Beteiligung am Deutschlandfonds. Sie werden mit ihrem Unternehmen verbunden und haben Anteil an dessen wirtschaftlichem Erfolg. Gleichzeitig wird durch den Fonds das Risiko verringert, die gesamte Anlage bei Insolvenz des Arbeitgebers zu verlieren, da das Risiko breit gestreut ist.

Seitens der Gewerkschaften, die an der Ausarbeitung des Konzepts beteiligt waren, gibt es Zustimmung zum Weg der SPD.
 

Mitglieder der Arbeitsgruppe
 
  • Olaf Scholz, MdB (Leitung)

  • Joachim Poss, MdB

  • Ludwig Stiegler, MdB

  • Doris Barnett, MdB

  • Ute Berg, MdB

  • Klaus Brandner, MdB

  • Wolfgang Grotthaus, MdB

  • Annette Kramme, MdB

  • Harald Schartau, MdL NRW

  • Reinhard Schultz, MdB

  • Jörg-Otto Spiller, MdB

  • Simone Violka, MdB

  • Rainer Wend, MdB
     

  • Dietmar Hexel, DGB

  • Reinhard Dombre, DGB

  • Gottlieb Förster, IGBCE

  • Babette Fröhlich, IG Metall