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26.02.07 - 153 

Renteneintritt flexibilisieren – mehr gleitende Übergänge in den Ruhestand


AG Arbeit und Soziales

Zu den Anhörungen im Deutschen Bundestag zu den Gesetzesentwürfen zur Rente mit 67 und für bessere Arbeitsmarktperspektiven älterer Beschäftigter erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Wir müssen die Leistungsfähigkeit, Erfahrung und Produktivität älterer Arbeitnehmer stärker nutzen. Ältere Arbeitnehmer werden in den Betrieben zur Erwirtschaftung unseres Wohlstands gebraucht. Die Experten in den Anhörungen waren sich nahezu einig, dass wir alternsgerechtere Arbeitsbedingungen brauchen. Für uns liegt der Schlüssel zu längerer Erwerbstätigkeit in der fortlaufenden Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten. Lebenslanges Lernen ist die Voraussetzung dafür, die Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer zu verbessern. Außerdem brauchen wir alternsgerechte Arbeitsbedingungen und eine gesundheitsschonende Gestaltung der Arbeitsplätze.

Darüber hinaus brauchen wir auch in Zukunft die Möglichkeit gleitender Übergänge in den Ruhestand, die so flexibel wie möglich gestaltet werden können. Deshalb halten wir an der steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Abgabenfreiheit des Aufstockungsbetrags fest. Wir wollen einen Gestaltungsrahmen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer/Gewerkschaften für kontinuierliche Arbeitszeitabsenkung, wie sie bereits heute das Altersteilzeitgesetz vorsieht. Es ist daher auch zu überlegen, wie gerade die flexible Altersteilzeit, also der kontinuierliche Übergang, öffentlich unterstützt und begleitet werden kann.

Wir brauchen einen Mentalitätswechsel für mehr und bessere Beschäftigung Älterer. Wir wollen, dass die Menschen gesund aus ihrem Beruf in den Ruhestand wechseln. Wir wollen aber auch Verlässlichkeit in der Renten- und Arbeitsmarktpolitik. Deshalb halten wir Spekulationen von Bundeswirtschaftsminister Glos über weitere Anhebungen des Renteneintrittsalters über 67 hinaus für verantwortungslos.

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