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26.09.06 - 684 

Demokratie darf sich nicht erpressen lassen


Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Zur Änderung des Spielplans der Deutschen Oper in Berlin erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz Rudolf Körper:

Die demokratische Gesellschaft darf sich nicht erpressen lassen. Extremisten, egal welcher politischen Ausrichtung können nicht bestimmen, ob etwas aufgeführt werden kann oder nicht. Wenn Gefahr für eine Veranstaltung besteht, muss sie geschützt werden, aber sie muss stattfinden können. Erziehung zu Toleranz muss Demokratiedefizite abbauen, um dem Extremismus den Boden zu entziehen.

Die Deutsche Oper in Berlin hat die Mozart-Oper "Idomeneo" vom Spielplan genommen, weil die Intendantin aufgrund einer Lageanalyse des Landeskriminalamts Angst vor Islamisten bekommt. In Halberstadt wurde im Mai 2006 das Konzert "Nazis raus" des Liedermachers Konstantin Wecker abgesagt, weil sich der Bürgermeister durch die NPD unter Druck setzen ließ.

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