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04.10.05 - 1104 

SPD-Fraktion gratuliert Professor Hänsch zum Physik-Nobelpreis


AG Bildung und Forschung

Zur heutigen Ankündigung der Schwedischen Akademie der Wissenschaften zum Physik-Nobel-Preis 2005 erklärt der forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss:

Der deutsche Physiker Theodor W. Hänsch erhält den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Dazu gratulieren wir ihm von ganzem Herzen. Er erhält den Preis gemeinsam mit zwei US-amerikanischen Kollegen für ihre wissenschaftlichen Forschungen und Arbeiten auf dem Gebiet der Optik. Nicht zuletzt dieser wichtige Preis zeigt, dass es der deutschen Wissenschaft und Forschung immer wieder gelingt, internationale Beachtung zu erreichen und auch persönliches Renommee zu erlagen.

Als Direktor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching lehrt Professor Hänsch auch an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität und ist führend wissenschaftlich tätig auf dem Gebiet der Laserspektroskopie. Seine Ergebnisse markieren wichtige Meilensteine im menschlichen Erkenntnisfortschritt und sind zudem bereits in der Telekommunikation oder auch der Navigation von praktischem Nutzen. Professor Hänsch erhielt in diesem Jahr bereits den bekannten Otto-Hahn-Preis.

Mit dieser Ehrung zeigt sich erfreulicherweise, dass Deutschland durchaus in der Lage ist, hervorragende Forscherinnen und Forscher auszubilden, zu fördern und international wie national erfolgreich zu vernetzen. Denn Spitzenforschung ist und bleibt auf grenzüberschreitende Teamarbeit angewiesen. Der Preis für Deutschland wird ein weiterer Ansporn für die deutsche Forschung sein, ihre Initiativen in Richtung Exzellenz und Spitzenforschung voranzutreiben und sich an der weltweiten wissenschaftlichen Erkenntnissuche weiter erfolgreich zu beteiligen. Genau darauf zielen unsere Initiativen Pakt für Innovation und Forschung sowie die Exzellenzinitiative, die zwischen Bund und Ländern vereinbart werden konnten. Deutschland ist hier gut aufgestellt und Preise wie dieser machen Mut, diesen Weg entschlossen weiterzugehen.

Ein Nobelpreis ist aber auch zuvorderst eine Anerkennung für ein großes Lebenswerk von Forscherinnen und Forschern. Wir gratulieren daher Professor Hänsch nochmals herzlich und sehen der feierlichen Preisverleihung im Dezember mit großer Freude entgegen.

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