SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
 
 

Link zu dieser Seite versenden

Suche nach Abgeordneten


 

Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden weder gespeichert noch an Dritte weitergegeben. Sie werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet.


 


25.08.05 - 904 

Ifo-Geschäftsklima bestätigt positiven Konjunkturtrend in Deutschland


AG Wirtschaft und Arbeit

Zu den neuesten Zahlen des ifo-Geschäftsklimaindexes erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Trotz der Rekordpreise für Öl bleibt der Geschäftsklimaindex deutlich über den Werten von März bis Juni diesen Jahres. Bei den Geschäftsaussichten beurteilen die befragten Unternehmen die nächsten sechs Monate sogar noch besser als im Juli 2005. Das ist erfreulich. Diese positive Grundtendenz zeigt sich auch an anderen aktuellen Indikatoren: Der ZEW-Index ist in dieser Woche zum dritten Mal nacheinander gestiegen und liegt auf einem so hohen Niveau wie seit August 2004 nicht mehr. Hierbei wird darauf verwiesen, dass der Konjunkturfunke auf die Binnenwirtschaft überspringt. Besonders positiv ist der Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen im zweiten Quartal des Jahres. Die Reformpolitik der vergangenen Jahre wirkt.

Schwachpunkt ist allerdings immer noch der private Konsum, der durch die hohen Ölpreise gebremst wird. Die real verfügbaren Einkommen geraten unter Druck. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Schon allein aus konjunkturellen Gründen fühlen wir uns daher in unserer Energiepolitik bestätigt, die auf Erneuerbare Energien setzt und die Kohleförderung als festen Bestandteil im Energie-Mix aufrechterhalten will. Herr Rüttgers sollte sich sein Energiekonzept noch einmal überlegen.

Noch wichtiger aber ist, dass wir in einer solchen Situation nicht noch zusätzlich die Verbraucher verunsichern. Wer jetzt die Mehrwertsteuern erhöhen will und dann noch in Teilen damit die Landeshaushalte sanieren will, würgt die Konjunktur gänzlich ab. Wer darüber hinaus jetzt in erster Linie den Stabilitäts- und Wachstumspakt erfüllen will und dabei die konjunkturell restriktiven Effekte nicht beachtet, benötigt dringend makroökonomische Beratung. Wer dann noch die Arbeitnehmerrechte kräftig beschneiden will und damit ein Patentrezept für mehr Wachstum sieht, lässt jegliche ökonomische Kompetenz vermissen. Motivierte, teilhabende und mitverantwortliche Arbeitnehmer sind Ressourcen und nicht reine Kostenfaktoren.

Fazit: Der positive Konjunkturtrend in Deutschland ist robust und widersetzt sich sogar den Rekordölpreisen. Gerade weil das so ist, ein dringender Appell an Frau Merkel. Rücken Sie ab von der Mehrwertsteuererhöhung, hören Sie auf Ihren Steuerfachmann, Herrn Kirchhoff.

Kontext

Download

Links

Kontakt

  • Pressestelle
  • Tel.: 030/227-52282
  • Fax: 030/227-56869

Abonnement